Corona auf den Kanaren verlangsamt – Das ist die aktuelle Situation


Das Niveau ist weiter viel zu hoch. Dennoch hat die Inzidenz der Kanarischen Inseln erstmals wieder leicht nachgelassen. Der Druck auf die Krankenhäuser und das Gesundheitspersonal bleibt. Trotzdem ist es ein erster kleiner Erfolg, dass zumindest das scheinbar ungebremste Wachstum durchbrochen werden konnte.

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20 Tage hatten sich die täglichen Corona-Zahlen gegenseitig übertroffen. Nun endlich sank die Zahl der Neuinfektionen erstmals wieder. Am 13. Juli war die 500er-Marke geknackt worden. Mit 564 lag die gestrige Zahl zwar noch darüber, dennoch bedeutete es im Vergleich zu den vorherigen Tagen, an denen teilweise rund das Doppelte gezählt worden war, eine leichte Entspannung.

Die aktuellen Fallzahlen bedeuten einen Rückgang um rund zehn Prozent im Vergleich zum Vortag und sogar rund 40 Prozent weniger als noch am Samstag. Da war die Zahl nur knapp unter 1000 geblieben.

Dennoch ist die Intensität weiter hoch. Die Delta-Variante hat die Kanarischen Inseln hart getroffen. Innerhalb eines Monats stieg die Zahl der gleichzeitig aktiven Fälle von etwa 3100 auf rund 14.000.

Zuletzt wurden vier weitere Todesfälle an oder mit Covid-19 registriert. Dabei handelte es sich um drei Frauen – eine 86-Jährige auf Teneriffa, eine 83-Jährige auf La Palma und eine 89-Jährige auf Fuerteventura sowie eine weitere Person auf Gran Canaria, deren Tod zur Stunde noch untersucht wird

Belegung der Intensivbetten auf den Kanaren steigt weiter

Die Belegung der Intensivbetten steigt unterdessen weiter. Auch wenn die täglichen Fallzahlen abebben, kann die Schwere der Verläufe bereits zuvor Betroffener weiter zunehmen. Und so meldeten die Behörden sechs neue Intensivpatienten.

Damit liegt die Belegung inzwischen bei 19,3 Prozent. Auf Teneriffa ist die Zahl dabei mit rund 30 Prozent am höchsten. Gran Canaria meldet derweil mit 16,4 Prozent gut die Hälfte dieses Werts.

Vier von fünf Corona-Fällen auf den Kanaren auf Delta-Variante zurückzuführen

Die Delta-Variante bleibt derweil auf dem Vormarsch. Aktuellen Zahlen zufolge waren zwischen dem 16. und 22. Juli 80,5 Prozent der untersuchten Corona-Fälle auf diese Mutation zurückzuführen. Das bedeutete einen erneuten Anstieg im Vergleich zur Vorwoche.

Die britische Variante, die zuvor die meistverbreitete auf den Kanarischen Inseln war, ist damit auf rund 5,6 Prozent zurückgedrängt worden. Die Beta- und die Gamma-Variante machen derweil nur wenige Einzelfälle aus, hieß es.

Die Inzidenz der Kanarischen Inseln hatte mit 257,2 in der Vorwoche ihren Höhepunkt erreicht. Sie liegt inzwischen zehn Punkte unter diesem Wert. Teneriffa als am stärksten Betroffene Insel meldete Ende Juli einen Höchstwert von knapp 322. Dort beträgt der Rückgang derzeit sogar rund 20 Punkte.

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Über den Autor

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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