Unterwassermuseum vor Lanzarote: Paradies für Taucher

In zwölf bis 15 Metern Tiefe entsteht vor der Küste von Lanzarote das erste Unterwassermuseum Europas. Das ungewöhnliche Projekt wurde vor wenigen Tagen genehmigt. Schon bald soll es an die Umsetzung gehen. Das Museum richtet sich nicht nur an Besucher von Lanzarote. Auch Urlauber der übrigen Inseln sollen so zu einem Ausflug in den Nordwesten der Kanaren gelockt werden.

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Inzwischen wurde das Museum eröffnet. Alle Informationen finden Sie hier.


Museum auf dem Meeresgrund vor Lanzarote

Entstehen soll das Museum auf dem Meeresgrund in der Nähe der Playa Las Coloradas bei Yaiza im Südwesten von Lanzarote. Geschützt von der Meeresströmung und fernab aller Schutzgebiete bietet der sehr ebene Meeresgrund an dieser Stelle optimale Bedingungen. Zudem ist das Wasser an vielen Tagen so klar, dass nicht nur Taucher, sondern auch Ausflügler vom Boot aus das Unterwassermuseum betrachten können.

>>> Zu den Bildern vom Unterwassermuseum vor Lanzarote <<<

Künstler hinter dem Projekt ist Jason de Caires Taylor. Der Brite errichtete bereits Unterwasserparks vor der Karibikinsel Granada und der Fraueninsel nahe Cancún in Mexiko. Für die Projekte mit Ökoskulpturen wurde der Künstler mehrfach ausgezeichnet.

Unterwasser-Skulpturen-Park nach Vorbildern echter Kanarios

Nun entsteht vor Lanzarote ein riesiger Unterwassserpark nach ähnlichem Muster. Dabei versenkt Jason Taylor auf einer Fläche von etwa 2500 Quadratmetern zahlreiche Skulpturen von Einwohnern Lanzarotes. Die Zement-Figuren wurden nach dem Vorbild echter Menschen erstellt. Die Lebenserwartung der Skulpturen wird trotz des Meerwassers und der Gezeiten auf rund 300 Jahre geschätzt.

Das Projekt in der Karibik gilt nicht nur als Taucher-Paradies sondern auch als umweltfreundliche Möglichkeit, die Flora und Fauna unter Wasser zu fördern. Die dort versenkten Skulpturen kurbelten das Wachstum von Krallen und Fischpopulationen merklich an. Viele Fische und auch Pflanzenarten nutzen seither den Schutz der Figuren als neuen Lebensraum.

Doch von allen Umweltaspekten abgesehen soll das europaweit einzigartige Projekt auch den Tourismus fördern. Die Kanaren gelten ohnehin bereits als Paradies für Taucher. Mehr als 100.000 Taucher kamen im Vorjahr allein auf die Insel Lanzarote. Durch das Meeres-Museum soll die Zahl nach Vorstellung der Inselregierung noch einmal drastisch gesteigert werden und so die rund 700.000 Euro Baukosten schnell wieder einspielen.

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Veröffentlicht in: Kanaren, Aktuelle Nachrichten

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