Zwei Migranten retten junger Frau auf Lanzarote das Leben


In Puerto de Carmen haben zwei Nordafrikaner einer britischen Frau das Leben gerettet. Die Touristin drohte zu ertrinken. Ohne zu zögern, sprangen die beiden jungen Männer in die Fluten.

Lesedauer: 2 Min.

Die Meldung ging schnell viral. Umgehend entspann sich eine Diskussion darüber, ob hinter dem Ereignis Propaganda stecke, um die Migrationspolitik der Kanarischen Inseln zu rechtfertigen. Viele Kommentare lassen fassungslos zurück. Denn anstatt die Zivilcourage zu würdigen und Freude darüber zu äußern, dass einer Frau das Leben gerettet wurde, machte schnell Polemik die Runde.

Doch was war überhaupt geschehen? Auf Lanzarote beobachteten laut Augenzeugenberichten mehrere Strandbesucher, wie zwei britische Touristinnen von der Strömung erfasst und auf den Atlantik hinausgezogen wurden. Trotz aller Anstrengungen schafften sie es zunächst nicht, zurück an Land zu schwimmen.

„Von einem Moment auf den anderen ließ die Strömung sie nicht mehr an Land zurückkehren“, berichtet ein Zeuge und fährt fort: „Eine es schaffte es schließlich, herauszukommen.“ Die Andere Frau entfernte sich unterdessen „immer weiter“ vom rettenden Ufer.

Rettungsaktion auf Lanzarote: „Es war wirklich schlimm“

Während umstehende Strandbesucher den Rettungsdienst der 112 alarmierten, „stürzten sich zwei junge Nordafrikaner ins Wasser – bis es ihnen gelang, die Frau auf die Felsen zu bringen, während sich die Wellen über ihnen brachen“.

Alle Strandbesucher hätten den beiden Alltagshelden applaudiert. Einer der jungen Männer bekam davon allerdings wenig mit. Er verletzte sich bei der Rettungsaktion schwer und musste behandelt werden. „Es war wirklich schlimm“, berichtet der Zeuge und fügt an, dass die beiden Retter „ohne zu zögern“ ins Wasser gesprungen seien.

Ohne dieses Eingreifen wäre die Frau „vermutlich ertrunken“. So konnten die herbeigerufenen Rettungskräfte an Land die Nachversorgung aller übernehmen. Die meiste Hilfe benötigen dabei die Retter. Die beiden jungen Frauen kamen mit dem Schrecken davon.

Und auch in den sozialen Netzwerken gibt es zumindest ein kleines Happy End. Denn neben Anfeindungen und Polemik gibt es dort auch Kommentare, die den Einsatz der beiden Alltagshelden würdigen. In einigen davon wird sogar die Einbürgerung der jungen Maghrebi gefordert.

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Zwei Migranten retten junger Frau auf Lanzarote das Leben

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Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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