Raffinerie-Rückbau in Santa Cruz: Neuer Wohnraum für Teneriffas Hauptstadt


Santa Cruz soll wohnlicher und schöner werden. Dazu wird die große Raffinerie abgebaut. Entstehen sollen in Teneriffas Hauptstadt neue Grünflächen und ein Wohngebiet.

Lesedauer: 2 Min.

Santa Cruz wird mit dem großen Hafen und Industrie assoziiert. Doch die Stadt hat genauso wunderschöne Seiten. Wer vom Stadtrand in die Hauptstadt Teneriffas reist, sieht aber vor allem Industrie. Und genau das soll sich nun ändern.

Die große Raffinerie vor den Toren der Innenstadt soll verschwinden. Das Gelände ist seit den 1930er-Jahren in Betrieb und gehört dem heutigen Öl-Riesen Cepsa. Damals als erste Raffinerie Spaniens eröffnet, wurde sie bis 2013 betrieben.

Seither ist die Raffinerie stillgelegt und das Gelände wurde lediglich zur Lagerung von Treibstoff unter anderem für den nahegelegenen Hafen genutzt.

Teneriffas Hauptstadt: Gelände muss aufwendig dekontaminiert werden

Teneriffas Hauptstadt konnte bereits 1987 einen Teil des Geländes zurückkaufen. Dort entstand schließlich das Messezentrum. Doch diesmal wollen die Verantwortlichen deutlich weitergehen.

Gemeinsam mit dem Präsidenten der Regierung der Kanarischen Inseln, Ángel Víctor Torres, Insel-Präsident Pedro Martín, dem Bürgermeister von Santa Cruz, José Manuel Bermúdez, und dem Geschäftsführer von Cepsa, Maarten Wetselaar, wird das Gelände nun offiziell der Stadt übergeben.

In einem ersten Schritt muss das Bauland dekontaminiert werden. Nach fast einem Jahrhundert der Öl-Raffinierung, insbesondere durch die deutlich niedrigeren Umweltstandards im vergangenen Jahrtausend, muss der Grund aufwendig von Ölresten und Giftstoffen befreit werden.

Halbe Million Quadratmeter für die Einwohner von Santa Cruz

In einem nächsten Schritt soll dann eine große Grünfläche entstehen. Außerdem geplant sind Wohnungen, Freizeit-Möglichkeiten, Büros und eine Promenade samt Radweg. Das Areal hat eine Größe von rund 570.000 Quadratmetern. Etwa 70 Prozent der Fläche sollen in öffentlicher Hand bleiben und rund 30 Prozent privatisiert werden.

Das Projekt trägt den Titel „Santa Cruz Verde 2030“, also grünes Santa Cruz 2023. Kein Wunder also, dass auch die Ministerin für ökologischen Wandel, Teresa Ribera, dem festlichen Akt zu Wochenbeginn beiwohnen wird.

Öl-Raffinerie auf Teneriffa: Cepsa zieht in den Süden

Geplant wird das Projekt bereits seit dem Jahr 2018. Beendet werden soll der Umbau  laut Planung im Jahr 2025. Ob dieser Zeitplan realistisch ist, bleibt abzuwarten – zumal Teile des Bebauungsplans noch nicht fertig sind.

Was bereits feststeht, ist allerdings, dass ein ursprünglich geplanter Strand wohl nicht gebaut werden kann. Die Küste vor dem Gelände sei für einen künstlichen Strand nicht geeignet, heißt es aus dem Rathaus. Außerdem wird noch über möglichst nachhaltigen Bau und beispielsweise energiesparende Beleuchtungen diskutiert.

Cepsa will seine Aktivitäten unterdessen in den Süden der Insel verlagern. Das Unternehmen wird die Kraftstoffgewinnung in Granadilla de Abona fortsetzen. Eine Genehmigung dazu liegt bereits vor.

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Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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