Teneriffas Corona-Städte fordern Verstärkung von Polizei und Militär an


Die Hauptstadt Santa Cruz und die Nachbarstadt La Laguna gelten als Teneriffas Sorgenkinder. Covid-19 hat insbesondere diese Metropolregion weiter fest m Griff. Nun sollen die Beschränkungen mit aller Macht durchgesetzt werden.

Lesedauer: 2 Min.

Etwa vier von fünf Corona-Fällen der Kanarischen Inseln werden derzeit auf Teneriffa gemeldet. Davon wiederum registrieren die Behörden 72 Prozent allein im Nordosten der Insel. Die Metropolregion rund um die Hauptstadt Santa Cruz und die benachbarte Universitätsstadt La Laguna ist derzeit archipelweit der unangefochtene Treiber der Corona-Pandemie.

Die Oberhäupter beider Städte haben sich nun zusammengeschlossen, um dem weiteren Virus-Wachstum einen Riegel vorzuschieben. In einer gemeinsamen Videokonferenz beschlossen die Bürgermeister, „die Bemühungen zu koordinieren und Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen“. Dabei sollen insbesondere „die neuen restriktiven Maßnahmen der Regierung der Kanarischen Inseln durchgesetzt werden“.

Die Verbrüderung von José Manuel Bermúdez und Luis Yeray Gutiérrez in dieser Sache kommt nicht von ungefähr. Das Virus ist in ihren Städten seit Wochen auf dem Vormarsch. Zuletzt forderten Geschäftsleute auf der von beiden Städten aus sichtbaren Nachbarinsel Gran Canaria sogar, die Inseln zu entkoppeln, damit sie nicht von Teneriffas weiter steigenden Zahlen in die nächste Reisewarnung mitgerissen werden.

Insbesondere durch Gran Canarias wesentliches Verschulden der ersten Reisewarnung mutet diese Forderung zunächst stillos an. Dennoch muss Teneriffa eingestehen, dass der Pandemieverlauf diesmal ein anderer ist. Denn während auf Gran Canaria im Sommer massiv viele Fälle auftraten, die durch die damaligen Beschränkungen schnell in den Griff bekommen wurden, steigen die Fälle in Teneriffas Metropolregion nun bereits seit Wochen.

Um das zu durchbrechen, soll die örtliche Polizei nun von der Nationalpolizei, der Guardia Civil und der Militärischen Notfalleinheit bei der Durchsetzung der geltenden Beschränkungen unterstützt werden.

Während die Einsatzkräfte mit harter Hand gegen diejenigen vorgehen sollen, die weiterhin Maßnahmen ignorieren, forderten Bermúdez und Gutiérrez die regionale Regierung dazu auf, „die Hygienekontrollen in Einkaufszentren und öffentlichen Verkehrsmitteln zu erhöhen“. Zudem werde die örtliche Polizei beider Gemeinden „ihre Koordinierung in den Grenzgebieten intensivieren, um die Arbeit dort effektiver zu gestalten“.

Teneriffa hofft auf Corona-Impfstoff

Währenddessen setzen beide Städte ihre Hoffnung in das schnelle Eintreffen eines Impfstoffs. Zwar beginne die Wirksamkeit erst nach der zweiten Impfung, dennoch könne sie dabei helfen, die Pandemie zu durchbrechen, hieß es. Die Regierung der Kanarischen Inseln habe bereits bereits Kühlaggregate bestellt, damit der Impfstoff, der bei äußerst speziellen Bedingungen gelagert werden muss, sicher aufbewahrt und verteilt werden kann.

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Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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