Bereits 14 Kinder auf den Kanaren ertrunken


Das Jahr 2017 droht als besonders trauriges in die Geschichte der Kanarischen Inseln einzugehen. Bereits 14 Minderjährige sind auf und an den Küsten vor dem Archipel ertrunken. Insgesamt stieg die Zahl der Badetoten auf 46.

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Beide Zahlen sind für Fachleute alarmierend. Während im gesamten Vorjahreszeitraum insgesamt 72 tödliche Unfälle durch Ertrinken verzeichnet wurden, sind es nach den ersten acht Monaten 2017 bereits 46.

Acht von zehn Todesopfern waren dabei ausländischer Herkunft. Experten gehen davon aus, dass auch das Unterschätzen der Gefahren des Atlantiks ein Grund für den hohen Anteil sei. Und da der im Winter als besonders tückisch gilt, könnte 2017 sogar ein neuer Tiefpunkt in dieser Statistik erreicht werden.

Bei Minderjährigen waren im gesamten Jahr 2016 zehn Todesopfer gezählt worden. Die Steigerung beträgt also schon im August 40 Prozent. Von diesen Zahlen alarmiert, starteten erste Hotelketten bereits gezielte Informations-Kampagnen über ihre hausinternen Fernsehkanäle.

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1500 kanarische Küstenkilometer teilweise von Rettungsschwimmern bewacht

Der bisher letzte Todesfall hatte sich am Donnerstag auf Fuerteventura ereignet. In der Gemeinde La Oliva war ein Franzose vor dem Ertrinken gerettet worden. Der Mann erlag jedoch wenig später im Krankenhaus einem Herzstillstand.

Die Kanarischen Inseln verfügen über insgesamt rund 1500 Kilometer Küste. An den stark frequentierten Bereichen werden inzwischen ganzjährig Rettungsschwimmer eingesetzt. Dennoch bitten der Verband der Rettungsschwimmer und die Regierung der Kanarischen Inseln eindringlich darum, die Warnbeflaggung der Strände zu respektieren und an Tagen mit hohem Seegang nicht zu nah an die Küsten heranzutreten. Immer wieder ist nämlich auch Leichtsinn ein Auslöser für brenzlige Situationen.

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