Corona-Virus: Ausgangssperre auf den Kanaren könnte weiter verlängert werden


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Die 15-tägige Ausgangssperre auf den Kanarischen Inseln könnte deutlich verlängert werden. Das teilten verschiedene Politiker am Montag mit. Demnach suche die Exekutive nach Wegen, um „die aktuelle Situation zu erweitern“.

Nach Angaben des spanischen Verkehrsministers José Luis Ábalos, werde „die Wirksamkeit der Maßnahmen laufend geprüft“. Doch er „glaube nicht, dass wir diesen Kampf in 15 Tagen gewinnen können“, sagte Ábalos.

Der Politiker erklärte weiter, dass besondere Maßnahmen erforderlich seien, um dem Virus Herr zu werden. Zudem sei es möglich, dass die ergriffenen Maßnahmen sogar noch erweitert werden müssen, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen.

Corona-Ausgangssperre auf den Kanaren: Auch Erweiterung ist denkbar

Auch Innenminister Fernando Grande-Marlaska sagte, dass eine Erweiterung des Alarmzustandes über die geplanten 15 Tage hinaus denkbar sei. Es müsse zwar die Zustimmung des Abgeordnetenkongresses eingeholt werden, dann jedoch „könnten ergänzende Maßnahmen ergriffen werden“, hieß es. Dies könnte also auch Verschärfungen der während der Ausgangssperre geltenden Regeln bedeuten.

Ábalos verwies zudem auf eine Videokonferenz der Wirtschafts- und Finanzminister der Eurozone am Montag: „Wir sollten als Europäer eine gemeinsame Entscheidung treffen. Aber alles deutet darauf hin, dass Grenzschließungs-Maßnahmen ergriffen werden.“

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Tatsächlich wird in Brüssel derzeit kritisch auf die sukzessiven Grenzschließungen geschaut. Während dies aus gesundheitlicher Sicht sinnvoll ist, übt die Maßnahme auf die sensiblen wirtschaftlichen Verflechtungen der EU-Zone und ihren Binnenmarkt Druck aus. Zudem könnten auch Lieferengpässe die Folge sein.

Trotz Corona-Virus: Grenzen bleiben für Lieferungen geöffnet

Derzeit halten neben Spanien auch Länder wie Dänemark und Polen die Grenzen für den Nachschub des täglichen Bedarfs geöffnet. Lastwagen mit wichtigen Gütern bleiben zunächst vom Einreisestopp ausgenommen. Änderungen sind jedoch jederzeit möglich.

Aus Brüssel wurde verlautbart, dass EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen an einem Vorschlag für einheitliche Maßnahmen an den EU-Grenzen arbeite, die unter anderem Versorgungsengpässe abwenden soll.

Auf den Kanaren wird unterdessen zunächst mit kürzeren Öffnungszeiten und der Abgabe kleinerer Mengen pro Person auf mögliche Engpässe reagiert. Derzeit gebe es jedoch auch ausdrücklich genügend Nachschub, hieß es.

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Über den Autor
Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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