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Pleitenserie: Deutsche Bundeswehr sitzt auf Gran Canaria fest


Von Johannes Bornewasser Lesedauer: 2 Minuten

Soldaten der deutschen Bundeswehr sitzen aufgrund eines technischen Defekts ihrer Transall-Maschine auf dem Flughafen von Gran Canaria fest. Damit geht der Ärger um die deutschen Militär-Maschinen in die nächste Runde. Immer wieder fallen Flugzeuge des Typs Transall aus. Zuletzt waren sechs Soldaten auf dem Weg in den Irak “gestrandet”.

Luftbrücke zum Kampf gegen Ebola in Westafrika

Die Transportmaschine sollte Teil der Luftbrücke werden, die Deutschland gemeinsam mit Frankreich im Kampf gegen das Ebola-Virus in Westafrika aufbaut. Wie die deutsche Bundeswehr inzwischen bestätigte, müsse die Maschine aufgrund eines technischen Fehlers zunächst auf Gran Canaria verbleiben. Ein weiteres Flugzeug mit Ersatzteilen und Technikern an Bord soll inzwischen vor Ort eingetroffen sein.

Durch die geplante Luftbrücke soll Material zur Bekämpfung von Ebola in einen gemeinsamen Stützpunkt in Dakar geflogen werden. An dem Einsatz sollen nach Angaben der Bundesregierung rund deutsche 100 Soldaten und vier Bundeswehr-Transall-Maschinen beteiligt werden. Die Soldaten sollen dann permanent von Dakar aus mit zwei Flugzeugen Liberia, Guinea oder Sierra Leone anfliegen. Dort ist das Ebola-Virus derzeit am stärksten verbreitet.

Technische Mängel: Deutsche Bundeswehr weiter in der Kritik

Für die Bundesregierung ist der jüngste Zwischenfall nur einer unter vielen. Die Bundeswehr war zuletzt immer wieder wegen technischer Defekte in den Schlagzeilen. Seit dem Jahr 2010 bestehe ein Stopp für die Ersatzteil-Neubestellung, hieß es aus informierten Kreisen. Aus diesem Grund seien auch zahlreiche weitere Flugzeuge, Hubschrauber und Panzer aktuell nicht einsatzfähig.

Nach verschiedenen Medienberichten plane Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) nun sogar das zeitweise Leasing von Flugzeugen für humanitäre Einsätze, bei denen keine Panzerung nötig sei. Damit soll die Zeit überbrückt werden, bis die bestellten Airbus A400M geliefert würden. Die Bundesregierung hatte 53 Transportmaschinen dieses Typs bestellt. Sieben weitere Maschinen können nach Fertigstellung der ersten Charge optional abgerufen werden.

Wann die auf den Kanarischen Inseln festsitzenden Soldaten die zwischengelandete Transall wieder flott gemacht haben, ist derzeit noch unklar. Die Maschine soll im Anschluss an die Reparatur zu ihrem geplanten Einsatzort im Senegal weiterfliegen.


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Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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