Die Kanarischen Inseln sind die Nutznießer der aktuellen Krisenlage in Ägypten. Dieses Resümee erlaubt die Interpretation der aktuellen Zahlen der Industrie- und Handelskammer der Kanaren. Demnach legten Teneriffa, Gran Canaria & Co. im zweiten Quartal um rund drei Prozent zu. Doch verantwortlich für die positive Entwicklung ist nicht allein die Lage in anderen typischen Sommer-Urlaubsregionen. Die Inseln entwickeln sich auch dank neuer Investitionen.
Tourismus-Strategien gehen auf
Mit fast 2,2 Millionen ausländischen Besuchern im Frühjahr und Frühsommer konnten die Kanaren ihre aktuelle Strategie bestätigen. Mit millionenschweren Ausgaben werden derzeit auch zuletzt weniger beliebte Touristenregionen aufpoliert. So werden beispielsweise in Puerto de la Cruz auf Teneriffa mit einem Kraftakt Straßen und ganze Stadtviertel saniert. Dennoch haben in absoluten Zahlen auch weiterhin meist die neueren Viertel in den südlichen Bereichen der Urlaubsinseln meist die Nase vorn.
Dabei handelt es sich jedoch keineswegs um Billig-Tourismus, wie ein Blick auf die Buchungsverteilung zeigt: Demnach bevorzugten mehr als die Hälfte der Touristen traditionelle Airlines, während Billigfluglinien zuletzt stark einbüßten. Überhaupt stiegen die Ausgaben pro Besucher nach Angaben der Industrie- und Handelskammer der Kanaren wieder knapp in dreistellige Höhe. Mit etwas mehr als 101 Euro pro Tag und Urlauber wurde das Gastgewerbe durchschnittlich in Q2 von ausländischen Touristen angekurbelt. In der Folge wurde aus dem Tourismussektor eine deutlich steigende Rentabilität vermeldet.
Teneriffa-Urlauber geben mehr Geld aus, doch Einzelhändler leiden
Insgesamt fingen die internationalen Touristen somit den anhaltenden Rückgang aus dem Inland auf. Aufgrund der weiterhin angespannten Wirtschaftssituation Spaniens steckte auch auf den Kanarischen Inseln der Tourismus zunächst in der Krise.
Die trotz der positiven Entwicklung anhaltend dramatische Arbeitslosigkeit auch in der kanarischen Urlaubsbranche führen die Experten auf die noch immer schwachen Ausgaben in Restaurants und Bars zurück. Pauschalurlaube mit All-Inclusive-Leistungen verlassen ihre Hotelanlagen selten bis gar nicht mehr. In der Folge leidet nicht nur die Gastronomie. Auch Einzelhändler verzeichnen einen sinkenden Zuspruch. Eine Lösung für dieses Problem ist nicht in Sicht.
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Tourismus auf den Kanaren entwickelt sich positiv
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