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Historischer Waldbrand auf Teneriffa nach mehr als drei Monaten gelöscht


Zwölf Wochen und drei Tage ist im Norden von Teneriffa gegen den historischen Waldbrand gekämpft worden. Jetzt gilt das Feuer als gelöscht. Es bleiben ein Millionenschaden, die Zerstörung und viele offene Fragen.

Von Juan Martín Lesedauer: 2 Minuten

Drei Monate und drei Tage hat der größte Waldbrand in der jüngeren Geschichte der Kanarischen Inseln angedauert. Am Freitag gab die Insel-Verwaltung schließlich das offizielle Ende der Wandbrände im Norden Teneriffas bekannt.

Rund 14.700 Hektar Fläche wurden in einem Umkreis von 90 Kilometern zerstört. Etwa acht Prozent der gesamten Insel-Fläche waren von den Flammen betroffen. Und das Feuer wütete in den besonders bewachsenen Teilen der Kanaren-Insel. Mehr als 26.000 Menschen mussten im Norden Teneriffas ihre Häuser verlassen. Bei der größten Reaktivierung kamen nochmal etwa 3000 Betroffene hinzu.

Mindestens in den vergangenen 40 Jahren hatten die Kanarischen Inseln keinen größeren Waldbrand erlebt. In der Hochphase waren 15 Lufteinheiten und mehr als 350 Personen in Bodentrupps aktiv. Schnell gab die Regierung bekannt, dass es sich um Brandstiftung handle. Was bleibt, sind große Schäden und viele Fragen.

Waldbrände auf Teneriffa: Ermittlungen zu Brandstiftung laufen

Die Guardia Civil ruderte kurze Zeit nach der Ankündigung, man könne sicher auf Brandstiftung schließen, zurück. Deren General Juan Hernández Mosquera dämpfte die Hoffnung der Anwohner auf schnelle Festnahmen.

Hernández sagte, die Suche nach dem oder den Verantwortlichen für den großen Waldbrand auf Teneriffa sei in vollem Gange. Doch es gebe “keine schlüssigen Erkenntnisse”. Grundsätzlich seien Ermittlungen zu Waldbränden langwierig und teuer, sagte Hernández. Bis heute bleibt diese Aussage das letzte offizielle Update zu den Ermittlungen.

Währenddessen waren über mehr als zwölf Wochen Feuerwehrleute und Mitarbeitende der Forstbrigaden in den Wäldern von Teneriffas Norden aktiv. Hinzu kommen zahlreiche Techniker, die weiterhin zerstörte Strom- und Wasserleitungen sowie weitere Infrastruktur reparieren müssen.

Waldbrand auf Teneriffa gelöscht – Millionenschaden und Fragen bleiben

Die Schäden des Waldbrands auf Teneriffa wurden in einer Zwischenschätzung auf mehr als 80 Millionen Euro beziffert. Doch diese Summe umfasse hauptsächlich die Infrastruktur. Hinzu kämen nicht zu beziffernde Schäden an der Natur und Folge-Schäden, die heute noch nicht absehbar sind.

Die Inselverwaltung teilte nun mit, dass daran gearbeitet werde, den Notfallplan der Insel zu beenden. Zudem sollen in den kommenden Tagen die Regelungen für den Zugang zum Wald in den vom Feuer betroffenen Gebieten festgelegt werden.

Was bleibt, sind viele offene Fragen. Neben dem Wiederaufbau ist auch das Thema der Waldbrand-Prävention zu klären. Auf die regionale und nationale Politik kommt entsprechend viel Arbeit zu.

Alle Informationen rund um den großen Waldbrand auf Teneriffa und seine Auswirkungen können Sie auf unserer Sonderseite hier nachlesen.


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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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