Nach Einsturz: Straße zur Punta Teno soll durch Maut finanziert werden
Der Weg zur Punta de Teno auf Teneriffa ist nach dem jüngsten Einsturz provisorisch geflickt worden. Die Sanierung wird deutlich aufwendiger als geplant.
Johannes Bornewasser
Johannes Bornewasser ist Gründer und Herausgeber der Teneriffa News, Ihrem Kanaren-Experten seit 2011. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zum Autorenprofil von Johannes Bornewasser.
01.08.2016, 08:062 Min. Lesezeit
Der Weg zur Punta Teno ist bereits seit Jahren abenteuerlich. Warnschilder weisen auf die verschiedenen Gefahren hin. Foto: Johannes Bornewasser
Der Weg zur Punta de Teno ist nach dem jüngsten Einsturz provisorisch geflickt und einspurig freigegeben worden. Die Sanierung der Fahrbahn wird jedoch deutlich aufwendiger als geplant. Die Regierung denkt über eine Maut nach, um die Arbeiten langfristig finanzieren zu können.
Zwar brach die Straße nur auf einem etwa vier Meter breiten und acht Meter langen Teilstück weg, die Sanierungsarbeiten der Mauer unterhalb der TF-445 muss nach ersten Expertenschätzungen jedoch auf rund 800 Metern Länge erfolgen. Diese Arbeiten sprengen den geplanten Rahmen voraussichtlich um gleich mehrere Hunderttausend Euro.
Punta Teno: Maut für Teneriffas schöne Aussicht?
Zur Finanzierung dieser aufwendigen Sanierung denkt die lokale Politik nun über eine Art Maut für den Weg zur Westspitze Teneriffas nach. Auch eine Busverbindung mit kostenpflichtigem Shuttleservice ist derzeit im Gespräch. Somit soll Urlaubern weiterhin der einmalige Blick von der Punta de Teno ermöglicht werden, dabei die ohnehin klammen Kassen Teneriffas jedoch nicht noch weiter belasten.
Dies wieder gilt bereits in besonderem Maße für die lokale Wirtschaft: Hinter dem abgesackten Teilstück müsste in diesen Wochen die Aussaat für die neue Tomatenernte beginnen. Die hiesige Landwirtschaftskooperative muss aktuell jedoch die Arbeiten ruhen lassen, da die schweren Maschinen die Straße nicht passieren können.
Auch bei diesem Aspekt wird der Politik genau auf die Finger geschaut, da die Arbeitslosenzahlen im vergangenen Quartal bereits stark gestiegen sind. Eine Pleite der „Luz Teno“ würde weiteren 84 Angestellten den Job kosten.
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