Rücksichtslose Hundehalter werden auf Teneriffa künftig herbe bestraft. In Arona im Süden von Teneriffa wurde eine neue Satzung verabschiedet. Und die Änderung hat es für Hundehalter in sich. Wenn sie ihrer Verantwortung nicht gerecht – und dabei erwischt werden.
Der für Umwelt, Nachhaltigkeit und öffentliche Dienste zuständige Bereich im Rathaus von Arona gab bekannt, dass sich die Gesetzgebung geändert habe. Allerdings ist darin ein Passus zu finden, der auch rücksichtsvolle Hundehalter ungewollt in Schwierigkeiten bringen kann.
Denn das neue Gesetz sieht vor, dass schon das Absetzen eines Hundehaufens in Bereichen, in denen Passanten vorbeigehen, sowie in Eingängen als geringfügiger Verstoß einzuordnen sei. Da es schwierig ist, Hunde so zu trainieren, dass sie auf Kommando ihren Kot absetzen, kann es bald also seltsame Strafzettel hageln. Doch es kann sogar richtig teuer werden.
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Die neue Gesetzgebung sieht im Nichtaufsammeln von Hunde-Exkrementen zudem einen schwereren Verstoß. Künftig können dafür Strafen zwischen 500 und 10.000 Euro fällig werden.
Zudem sorgt auch Hunde-Urin für Strafzettel. Denn wer die kleine Hinterlassenschaft seines Hundes nicht mindestens mit etwas Wasser verdünnt, riskiert im Süden von Teneriffa bald eine ähnliche Strafe.
Strafen auf Teneriffa: Pauschalisiert Aronas Rathaus Hunde-Halter?
Zuvor hatte es immer wieder Beschwerden bei der Stadt und deren Ordnungs-Einheiten gegeben. Hundekot und -urin auf den Straßen sowie auf Spielplätzen, in Parks, auf Gehwegen oder an Fassaden hatten die Gemüter hochkochen lassen. Und darauf reagierte die Stadt.
Die im Rathaus für Umwelt zuständige Clari Pérez sagte: „Wir können es nicht länger zulassen, dass unsere Umwelt durch das unhöfliche Verhalten einiger Hundehalter so stark beeinträchtigt wird. Ganz zu schweigen von den ernsten Problemen für die öffentliche Gesundheit, die ein solches Verhalten verursachen kann.“
Für Pérez sei es „nicht hinnehmbar, dass unsere Kinder, wenn sie auf die Spielplätze gehen, nicht spielen können, weil diese voller Hundekot und Urin sind, da die Besitzer sie täglich dorthin bringen, um sich zu erleichtern, wie es in vielen unserer Gärten, auf Plätzen, Gehwegen oder Häuserfassaden geschieht.“
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Tierschützer und einige Bürgerrechtler kritisieren diese Aussage wegen Framings. Hundehalter würden von Pérez über einen Kamm geschert und das Fehlverhalten einiger würde so pauschal auf alle Hundehalter projiziert. Zudem sei es eine Übertreibung, dass alle Spielplätze „voller Hundekot und Urin“ seien.
Neben dem reinen Durchsetzen des neuen Gesetzes sollen Kampagnen zur Sensibilisierung erstellt werden. „Wir müssen auch die Einrichtung von Hundeparks unterstützen, um den Bürgern die Möglichkeit zu geben, ihren Hunden einen angemessenen Platz zur Verfügung zu stellen, um bestimmte Bedürfnisse zu befriedigen“, räumte Pérez ein.
Wenn Hundehalter künftig Gefahr laufen, vielerorts einen Strafzettel zu kassieren, müsse „Sozialisierung, Bewegung, Gassi gehen ohne Leine – und das alles unter guten Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen“ sichergestellt sein, sagte die Politikerin. Die Ankündigung blieb allerdings unkonkret, während die Strafen schon jetzt durchgesetzt werden sollen.
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Teneriffa: Bis zu 10.000 Euro Strafe für Hunde-Kot
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