Teneriffa: 1,5 Millionen Euro für Breitband-Internet auf dem Land


WiMax ist das Zauberwort für Teneriffas Anwohner in ländlichen Regionen, die gern schnellen Internetzugang hätten. Mit dieser Technik sollen nun die bisher benachteiligten Regionen ausgestattet werden. Den Ausbau lässt sich die Insel-Regierung 1,5 Millionen Euro kosten.

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Stabiler Internetzugang gehört auf Teneriffa noch immer nicht zum Alltag. Besonders auf dem Land ist die Versorgung bisweilen mangelhaft. Das soll nun geändert werden. Das Cabildo plant, noch in diesem Jahr Breitband-Internet für die Regionen Las Carboneras, Chinamada, El Batán, Cabeza de Toro, Bejía (La Laguna), Los Catalanes, Taborno, Casas de la Cumbre, Afur, Roque Negro, Chamorga, Taganana und Igueste de San Andrés einzuführen. Damit würden die blinden Flecken fast vollumfänglich ausgeräumt.

WiMax auf Teneriffa – Internetverbindung wie auf dem Smartphone

War WiMax früher eher als eine Art Richtfunk zwischen Fernsehturm und Hausantenne bekannt, darf sich der Standard inzwischen offiziell auch als „4G“ bezeichnen, was zahlreiche Mobilfunkkunden von ihrem Smartphone kennen dürften. Das Signal für Internet und TV kann also ähnlich wie beim mobilen Internet auf dem Handy bereitgestellt werden.

Allein im Anaga-Gebirge, einer bisher besonders schlecht ans Internet angebundenen Region, sollen 100.000 Euro investiert werden. In Verhandlungen mit dem Betreiber wird aktuell geklärt, ob dort TV-Signal und Internet getrennt von einander bereitgestellt werden können.

Der Versorgungsradius einer Station beträgt je nach Gelände zwischen zwei und fünf Kilometern. Alle Verbindungen, die über eine solche Antenne hergestellt werden, teilen sich also auch deren maximalen Datendurchsatz. Schauen also mehrere Personen TV und laden zudem etwas aus dem Internet herunter, kann die Verbindung in die Knie gehen. Genau darin liegt der Schwachpunkt im Vergleich zu herkömmlichen Breitband-Verbindungen.

Die Lösung könnte also sein, Internetnutzung und TV-Übertragung zu trennen. Während also das Internetsignal per WiMax zur Verfügung gestellt würde, könnte TV auf einen anderen Standard wie DVB-T oder DVB-T2 ausgelagert werden.

Teneriffas Inselpräsident: „Internetversorgung in kürzester Zeit ermöglichen“

Inselpräsident Carlos Alonso erklärte, dass die Investitionen von bis zu 1,5 Millionen Euro vom Investitionshaushalt Teneriffas gedeckt seien. Außerdem wolle man „das Netzwerk in diesem Jahr in kürzester Zeit ausschreiben und die bestmögliche Abdeckung der bisherigen Problemzonen erreichen“.

Ob und mit welcher Surf-Geschwindigkeit die Haushalte angeschlossen werden können, soll nun eine Studie ergeben. Besonders das Anaga-Gebirge sei nach Angaben des Herstellers durch seine sehr eigentümliche Geographie eine Herausforderung für die hochsensible Funk-Technologie. Durch den gezielten Einsatz von Funk-Verstärkern solle dies jedoch ausgeglichen werden, hieß es.

Wann genau der Ausbau startet und die Versorgung garantiert ist, wurde unterdessen noch nicht bekannt. Man wisse aber um die Sorgen der Anwohner und wolle „deren Forderungen schnellstmöglich erfüllen“, sagte Teneriffas Minister für Innovation, Antonio Garcia Marichal.

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