„Canarian Airways“: Eigene Fluglinie der Kanaren verspätet sich


Die Kanarischen Inseln bekommen ihre eigene Fluglinie. Doch der Start der Airline verzögert sich. Ziel ist es nun, das Geschäft bis zum Sommerflugplan aufzunehmen.

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Geschlossene Hotels, leere Strände und kaum Betrieb am Flughafen: Genau zu dieser Zeit endete die Planungsphase der ersten eigenen Fluglinie der Kanarischen Inseln. Der Archipel wird schon bald mit einem eigenen Flugzeug Passagiere auf die Inseln bringen. Doch der Start verzögert sich.

Ganz neu war die Idee nicht: Schon seit sechs Jahren tüfteln die Investoren daran. Mit Canarian Airways startet in diesem Jahr – und damit ausgerechnet in der größten Krise der Luftfahrt-Branche – eine neue Fluglinie. Beflügelt wurden die Pläne im Jahr 2019. Die Pleite von Thomas Cook brachte neuen Schwung in das Dauer-Thema.

Aus dem Archiv: Kanaren stellen „Canarian Airways“ vor

Die kanarische Wirtschaft ist zu rund 40 Prozent vom Tourismus abhängig – und damit von externen Unternehmen. Als der Reise-Gigant schließlich Insolvenz anmeldete, rüttelte das auch die Pläne der regionalen Politik kräftig durcheinander.

Hotels und Politik investieren in Canarian Airways

Ein Zusammenschluss aus 14 Hotelbetrieben auf Teneriffa und La Palma investierte schließlich in die Idee. Zusammen verfügen sie über rund 22.000 Betten auf den Inseln. Und auch die lokale Politik zog mit: 700.000 Euro investierte auch die Provinz Santa Cruz de Tenerife.

Reiseveranstalter würden die Flugpreise, Reisezeiten und Strecken vorgeben, die Kanaren müssten sich dem unterordnen, betont Geschäftsführer Óscar Trujillo immer wieder. Durch die eigene Fluglinie wolle man sich sukzessive von derlei externen Einflüssen emanzipieren, heißt es.

Canarian Airways startet mit einem Flugzeug

Die Flotte wird zunächst aus nur einem Airbus A319 bestehen. Später sollen Maschinen des Typs A320 folgen. Die Erweiterung sei sukzessive und nach Bedarf geplant, heißt es vage. Erste Flüge werden zwischen dem spanischen Festland und den Kanarischen Inseln stattfinden. In einem weiteren Schritt sollen auch Destinationen in anderen Ländern Europas angeflogen werden, darunter auch in Deutschland.

Ursprünglich geplant war die Aufnahme des Flugbetriebs für den Juni. Doch dieser sei aufgrund der weiter anhaltenden Pandemie-Beschränkungen nun verschoben worden. Zunächst rechne man mit einer Verzögerung um einen Monat.

Ein Start im Juli 2021 wäre aus strategischen Gründen wichtig. Dann nämlich beginnen die Sommer-Flugpläne. Und darin möchte Canarian Airways auf jeden Fall vertreten sein.

Konkurrenz bekommt das Unternehmen unter anderem von Binter. Die regionale Fluggesellschaft hat bisher hauptsächlich die einzelnen Inseln untereinander verbunden. Doch seit einiger Zeit strebt die Airline auch Verbindungen zu weiteren Destinationen an.

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Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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