Germania-Insolvenz: Kanarische Regierung besorgt – Airlines helfen aus


Die Regierung der Kanarischen Inseln hat sich nach der Germania-Insolvenz besorgt gezeigt. Der Ausfall der Airline sorgt für einen Wegfall von rund 200.000 Sitzplätzen auf die Kanarischen Inseln. Auch das Stranden vieler Touristen sei ein Problem. Andere Airlines reagieren großzügig.

Die Germania-Insolvenz hat nicht nur Kunden und Touristen kalt erwischt. Auch die Tourismus-Abteilungen vieler Urlaubs-Destinationen reagierten besorgt. Darunter auch das Tourismus-Amt der Kanarischen Inseln. Im Vorjahr hatte Germania noch fast 300.000 Passagiere auf die Kanaren befördert. Allein in der Sommersaison 2019 sollten es knapp 200.000 werden.

Germania-Pleite: Hunderte Urlauber auf den Kanaren gestrandet

Entsprechend groß ist die Sorge vor ausbleibenden Besuchern. Immerhin hatten die Statistiken aus 2018 noch gezeigt, dass zwar insgesamt weniger Besucher auf die Kanaren kamen als noch im Rekordjahr 2017, diese aber deutlich mehr Geld ausgaben (die gesamte Bilanz finden Sie jetzt hier). Ein größeres Ausbleiben von Touristen würde ein entsprechend großes Finanzloch im Tourismus-Sektor bedeuten.

Unterdessen gilt die Sorge auch den aktuell auf den Kanarischen Inseln gestrandeten Urlaubern. Mehrere Hundert Touristen sollten eigentlich in den kommenden Tagen und Wochen mit Germania zurück befördert werden. Für sie steht aktuell Planung statt Erholung auf dem Programm.

Mehrere Airlines kündigen Hilfe für Germania-Gestrandete an

Unterdessen kündigten zahlreiche Airlines Hilfe an: Condor beispielsweise teilte mit, auf typischen Touristen-Routen übergangsweise größere Flugzeuge einzusetzen. Zudem würden die Ticket-Preise für alle Germania-Kunden, die nicht als Teil einer Pauschalreise gebucht haben, um die Hälfte reduziert. Über die Website können Betroffene entsprechende Anfragen stellen.

Auch Tui kündigte Tickets für die Hälfte an. Dort solle im Vergleich zu Condor erst gebucht werden, den Rabatt gebe es dann im Nachhinein gutgeschrieben, hieß es. Eurowings kündigte „mit sofortiger Wirkung stark rabattierte Konditionen für Rückflüge bis Ende Februar 2019 an“. Alle Fluglinien haben ausführliche Informationen auf Ihren Internetseiten veröffentlicht.

Germania-Insolvenz: Viele Reisende bleiben auf Kosten sitzen

Hintergrund für die Aktionen ist, dass Pauschalurlauber von ihrem Reiseveranstalter einen Ersatz gestellt bekommen müssen, viele Indivudualreisende hingegen auf ihren Kosten sitzen bleiben. Auch dabei gelten jedoch Ausnahmen: So gibt es beispielsweise Kreditkarten-Anbieter, die ebenfalls Erstattungen anbieten. Betroffene sollten prüfen, ob ihnen eine Gutschrift angeboten wird.

Wer allerdings individuell bei Germania Flüge gebucht und per Lastschriftverfahren oder Sofortüberweisung gezahlt hat, bleibt nach der Insolvenz voraussichtlich auf den Kosten sitzen.

Mehr Informationen für Betroffene gibt es jetzt hier.

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