Hälfte der Kanaren-Bewohner ist geimpft – Inseln sind dennoch langsam


Die Kanaren kommen mit der Corona-Impfung langsamer voran als andere Regionen in Spanien. Immerhin sind aber mehr als 90 Prozent der gelieferten Impfdosen permanent verimpft. Die Geschwindigkeit hängt also auch mit der Verfügbarkeit der Vakzine zusammen.

Lesedauer: 2 Min.

Mehr als die Hälfte aller Einwohner der Kanarischen Inseln haben mindestens die erste Corona-Impfung erhalten. Das geht aus Zahlen des spanischen Gesundheitsministeriums hervor. Demnach sind die Inseln beim prozentualen Gesamtfortschritt jedoch verhältnismäßig langsam.

48,3 Prozent der Bewohner sind auf den Kanaren noch gar nicht geimpft worden. Dem stehen 30,8 Prozent vollständig Geimpfte gegenüber. 21 Prozent der Einwohner des Archipels haben immerhin bereits eine Impfung erhalten. Dazu zählen auch die rund 70.900 Personen, die mit Janssen (Johnson & Johnson) geimpft wurden und somit nach nur einer Dosis als vollständig geimpft gelten.

Die Kanarischen Inseln belegen damit beim Gesamt-Fortschritt den viertletzten Platz im Vergleich der 19 autonomen Gemeinschaften Spaniens. Nur in der Region Madrid (49,5 Prozent), in Melilla (49,2 Prozent) und auf den Balearen (48,9 Prozent) gibt es mehr komplett ungeimpfte Personen. Am besten schneidet hingegen Asturien ab. Dort gelten nur noch 32,1 Prozent der Personen als gar nicht geimpft.

Gute Impf-Quote bei alten Kanaren-Einwohnern

Auf den Kanarischen Inseln sind bisher knapp 1,65 Millionen Impfungen gegen Covid-19 angekommen und fast 1,5 Millionen ausgegeben worden. Das entspricht einer Quote von mehr als 90 Prozent verimpften Dosen. Der vergleichsweise langsame Impf-Fortschritt hängt also auch mit der Verteilung der Vakzine in Spanien zusammen.

In der Gruppe der 50- bis 59-Jährigen gilt genau die Hälfte als vollständig geimpft, während mehr als ein Viertel immerhin eine Dosis erhalten hat. In der Gruppe der 60- bis 69-Jährigen ist es tendenziell andersherum: Mehr als ein Viertel gilt als vollständig geimpft, während 63,4 Prozent der Personen mindestens eine Dosis erhielt. Insbesondere in dieser Zielgruppe ist die Zahl der Ungeimpften entsprechend gering.

Bei den 60- bis 69-Jährigen kann Extremadura eine 100-prozentige Abdeckung mit mindestens einer Impfung vorweisen. 45,8 Prozent der Betroffenen gelten als vollständig, der Rest als mindestens einmal geimpft. Es ist laut der offiziellen Zahlen des spanischen Gesundheitsministeriums die bisher einzige Region und die einzige Zielgruppe mit einer hundertprozentigen Abdeckung.

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Über den Autor

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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