Deutsche zünden Feuer im Teide-Nationalpark – Facebook überführt sie


Erneut sind in den Cañadas Überreste einer Grillparty entdeckt worden. Aus Natur- und Feuerschutz-Gründen ist das Grillen im Teide-Nationalpark streng verboten. Das zum Unesco-Weltnaturerbe gehörende Areal ist insbesondere im Sommer von Flächenbränden bedroht. Die Polizei hat nun eine heiße Spur zu den Verursachern eines solchen Vergehens ermittelt. Sie führt nach Deutschland.

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Wie in jedem Nationalpark gelten auch rund um den Teide besondere Regeln. Eine davon ist das Verbot für offenes Feuer. Zwar gibt es „Zonas Recreativas“ mit offiziellen Feurstellen, dennoch entdecken Besucher und Polizei immer wieder wilde Feuerstellen abseits dieser erlaubten Bereiche. Oft verbleibt dort sogar der Müll der unerlaubten Parties.

Bei der Polizei ging nach der Noche de San Juan erneut eine Anzeige ein. Eine Besucherin des Nationalparks hatte eine Feuerstelle mit Grillresten bei Los Azulejos, den blau-grünen Felsen südlich der Los Roques, entdeckt. Die Ermittler kündigten an, dieser Art der Umweltverschmutzung entschieden nachzugehen.

Teneriffa: Feuer und Müll im Nationalpark

Nötig seien die Ermittlungen insbesondere, da das „Wild-Grillen“ rund um Teneriffas höchsten Berg zunehme, hieß es. Nur wenige Tage vor der Entdeckung der neuen Feuerstelle, hatte es bei den Roques de Garcia ebenfalls ein Feuer gegeben. Zudem sei Müll an der Feuerstelle zurückgelassen worden. Bei den Ermittlungen zu diesem Vergehen stießen Polizisten nun auf eine Spur, die nach Deutschland führt.

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In sozialen Netzwerken sind Fotos aufgetaucht, auf denen zwei Deutsche aus dem Raum Wolfsburg zu sehen seien, die um ein Feuer an genau dieser Stelle im Teide-Nationalpark stehen sollen. Die Ermittler wollen dieser Spur nun mit allen Mitteln nachgehen. Es gehe um Sanktionen wegen eines Umweltverbrechens, hieß es.

Polizei jagt Umwelt-Verbrecher auf Teneriffa

Erst vor wenigen Wochen war es im Teide Nationalpark zu einem Flächenbrand gekommen, in dessen Folge mehrere Hektar Buschwerk zerstört wurden. Die Feuerwehr war mit mehr als 100 Personen und mehreren Hubschraubern im Einsatz. Die Löscharbeiten dauerten mehrere Tage.

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Das wiederholte Fehlverhalten einiger Besucher des Teide-Nationalparks habe letztendlich mehr Regulierung für alle Besucher zur Konsequenz, hieß es. Im nächsten Schritt wolle man zur Abschreckung jedoch erst einmal noch gezielter Jagd auf Einzeltäter machen. Wie die beiden Deutschen aufgrund ihrer geteilten Bilder nachträglich sanktioniert werden können, soll nun geprüft werden.

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