Die Besitzerin von „Chuzi“ fordert Gerechtigkeit. Skurrilerweise will das auch die beschuldigte Straßenreinigung der Stadt im Westen Teneriffas. Doch der Reihe nach.
„Chuzi“ war plötzlich verschwunden. Laut Anzeige bei der Polizei sei die Hündin aus ihrem Zuhause getürmt. Dabei soll es zum Unfall gekommen sein. Chuzis sterbliche Überreste seien dann einfach von einer Kehrmaschine eingesaugt worden.
So zumindest stellt es die Besitzerin dar. Die Straßenreinigung hingegen weist diese Vorwürfe entschieden von sich. Und so streiten sich beide Parteien derzeit öffentlich – auch über soziale Netzwerke.
Wurde Hund auf Teneriffa einfach fortgesaugt?
Die Besitzerin hat nun Anzeige bei der Guardia Civil auf Teneriffa erstattet. Sie fordert Gerechtigkeit für ihre Hündin. „Ich konnte meinen Hund, mein Ein und Alles, nicht einmal einäschern“, sagt sie und fügt an: „Man sagt mir, sie sei im PIRS, und es ist unmöglich, dort nach irgendetwas zu suchen.“
Das PIRS ist die Müllsammelstelle. Und dort dürfe die Frau nicht einfach nach ihrem toten Hund suchen. Außerdem besteht die Stadtverwaltung stellvertretend für den Entsorger darauf, dass dieser nicht einfach ein Tier eingesaugt habe. Im Gegenteil sei der Fahrer ausgestiegen und habe Chuzi mit in die Zentrale genommen.
Streit auf Teneriffa: Hund hatte keinen Chip
Der Vorfall hat sich bereits in der vergangenen Woche zugetragen. Besuch von Verwandten sei von der Hündin genutzt worden, um aus der Wohnung zu türmen. Im Rahmen der Suche habe eine Nachbarin ihr gesagt, dass auf der Straße ein toter Hund liege. Außerdem sei ihr mitgeteilt worden, dass eine Kehrmaschine einfach über ihn hinweggefahren sei.
Dass es ein Aufeinandertreffen gab, bestätigt auch der Entsorger Allerdings bestreitet er die Darstellung der Arglosigkeit: „Wenn ein totes Tier auf einer öffentlichen Straße liegt, kümmert sich der Entsorger darum“, sagt der im Rathaus zuständige Stadtrat. Das sei geschehen – und zwar im Rahmen des Protokolls.
In Spanien besteht seit Mitte 2011 die Pflicht, Hunde zu mit einem Mikrochip auszustatten, damit sie zugeordnet werden können. Dass Chuzi als besitzerlos eingestuft wurde, lag daran, dass sie keinen Chip hatte. Aus dem Rathaus heißt es dazu knapp: „Wir konnten nicht wissen, wem der Hund gehörte, da er keinen Mikrochip hatte.“
Die Besitzerin bestätigt das, hält die Tatsache aber für „keine Entschuldigung“. Daher schaltete sie die Guardia Civil auf Teneriffa ein. Die Ermittlungen verliefen bisher ergebnislos.
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Leserkommentare zu:
Hund „Chuzi“ soll auf Teneriffa von Kehrmaschine eingesaugt worden sein
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