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Rolle rückwärts auf Teneriffa: Santa Cruz verbietet Hunde am Strand wieder


Die Anwohner haben sich durchgesetzt, Hundebesitzer schauen in die Röhre: Der Bürgermeister von Santa Cruz de Tenerife hat den einzigen Hundestrand der Region für die Vierbeiner wieder geschlossen. Damit endet ein langer Streit. Vorerst.

Von Juan Martín Lesedauer: 2 Minuten

Am Sonntag waren letztmals Hunde am Strand von Santa Cruz de Tenerife erlaubt. Seit Montag greift das von einigen Anwohnern geforderte Verbot. Damit gibt es in der Region keinen einzigen Hundestrand mehr.

Bürgermeister José Manuel Bermúdez wollte mit dem Strand auch die Offenheit der Hauptstadt Teneriffas unterstreichen. Die Playa Acapulco sollte – stellvertretend für die Stadt – allen offen stehen. Und so erfreuten sich auch Vierbeiner an der Möglichkeit, im Sand zu spielen und ins Wasser zu gehen.

Das endete nun. Denn Anwohner hatten sich über die Anwesenheit von Hunden beschwert. Der Grund: Einige wenige Hundebesitzer hätten die Hinterlassenschaften nicht beseitigt. Zudem wurde angeführt, der Strand sei zu klein und würde den Tieren so nicht gerecht.

Der Bürgermeister geriet unter Druck. Auf der einen Seite stand Bermúdez’ Wort, auf der anderen der Unmut mancher Anwohner. Und so veröffentlichte die Stadt schließlich am Montag einen Erlass. Das Verbot werde in der laufenden Woche der Polizei kommuniziert, so dass diese offiziell gegen Hunde am Strand vorgehen könne.

Teneriffas Hauptstadt will nach Verbot neuen Hundestrand ernennen

Parallel zum Verbot kündigte Bermúdez an, einen Ausweich-Strand schaffen zu wollen. So seien die Behörden der Stadt dazu aufgefordert worden, Alternativen zu prüfen. Damit verpasste es das Rathaus, unter Verweis auf die Suche nach Alternativen, zunächst Fakten zu schaffen und damit dem ursprünglichen Gedanken der Offenheit für alle gerecht zu werden.

Die Anwohner hatten zunächst ihrem Unmut Luft gemacht. Als das nicht ausreichte, wurden Unterschriften gesammelt und den Behörden übergeben. Schließlich gab das Rathaus dem Druck nach.

Auf der anderen Seite stehen Hundebesitzer, die bereits seit Jahren um einen Hundestrand gebeten hatten. Sie suchten seither nach einer Möglichkeit, mit ihren Vierbeinern an eine der Hauptstadt-Playas gehen zu können.

Möglicher Hundestrand liegt weit abseits von Santa Cruz

Der Leiter des Umweltamts, Carlos Tarife, hatte bereits vor Monaten angekündigt, weitere Strände für Vierbeiner öffnen zu wollen. Ins Spiel gebracht wurde die Playa de Las Gaviotas. “Wir bereiten ein Projekt für einen zweiten Hundestrand in Las Gaviotas vor, bei dem es einen Teil des Strandes geben soll, der für Hunde zugelassen ist”, sagte Tarife.

Der mögliche Ausweich-Hundestrand in Teneriffas Hauptstadt liegt rund zehn Kilometer weit vom bisherigen entfernt und ist für Anwohner der aktuellen Playa nur mit dem Auto erreichbar.


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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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