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Teneriffa: Anwohner protestieren gegen Hunde am Strand


Mit einer Unterschriften-Aktion soll der Bürgermeister dazu gebracht werden, Hunde am Strand zu verbieten. Die Playa ist die erste der Umgebung, an der Vierbeiner erlaubt sind. Alternativen werden bereits geprüft.

Lesedauer: 3 Minuten

Die Freude über den neuen Strand in Teneriffas Hauptstadt hielt nur kurz. Jetzt sind einige Anwohner sauer auf den Bürgermeister. Der hat Hunde an der Playa erlaubt. Und so nutzen viele Besitzer den ersten Strand mit dieser Möglichkeit in der Region. Nach Aussage einiger Anwohner missachten manche von ihnen die Regeln. Und so färbt der Streit auf alle Hundebesitzer ab.

Hinterlassenschaften bringen mehr und mehr Anwohner auf die Barrikaden. Und so wurde ein Verbot gefordert. Während der Bürgermeister von Santa Cruz das zunächst in Erwägung zog, wurde es bisher nicht erlassen. Und so hat das Komitee zum Schutz des Strandes von Valleseco nun eine Unterschriften-Aktion gestartet.

Die Gruppe teilte mit, dass “es sich nicht um eine Kampagne gegen Hunde handelt”. In der Begründung dessen heißt es dann, der Strand sei klein und würde der Erholung der Tiere nicht gerecht.

In einem Schreiben, das dem Rathaus übersandt wurde, wird von “massiven Verschmutzungen, Streitigkeiten und Unbehagen” gesprochen. Zurückgeführt wird dies in dem Dokument auf die Tiere.

Teneriffa: Anwohner erkennen Bedarf für einen Hundestrand – und fordern ein Verbot

Grundsätzlich erkenne man, dass es Bedarf für einen Hundestrand in der Stadt gebe, dieser Abschnitt sei jedoch ungeeignet und müsse daher von den Tieren befreit werden, heißt es weiter.

Auf der anderen Seite bitten Hundebesitzer bereits seit Jahren um eine Möglichkeit, mit ihren Begleitern am Strand spazieren gehen zu können. Das Umweltministerium wollte mit der Erlaubnis an der Playa Acapulco eine erste Antwort darauf geben. Das Dekret ist aktuell weiter in Kraft.

Zur Erinnerung an die damit einhergehenden Regeln wurden zusätzliche Schilder aufgestellt. Grundsätzlich sind Hunde dort erlaubt. Ihre Hinterlassenschaften müssen beseitigt werden und sie sind so lange an der Leine zu führen, bis sie ins Wasser gehen.

Santa Cruz de Tenerife will weitere Hundestrände schaffen

Aus dem Umweltamt heißt es, dass die Umsetzung von Alternativen bereits geprüft werde. Laut dem Leiter Carlos Tarife sei die Playa de las Gaviotas der nächste Ort, an dem ein Platz für Haustiere eingerichtet wird.

“Wir bereiten ein Projekt für einen zweiten Hundestrand in Las Gaviotas vor, bei dem es einen Teil des Strandes geben soll, der für Hunde zugelassen ist”, sagte Tarife vor einigen Wochen. Ob dieser nun also hinzukommt oder den bisher einzigen Hundestrand in Santa Cruz aufgrund des Protests ablösen wird, ist ungewiss.

Bereits bei der Verabschiedung der Maßnahme sagte Tarife, dass alle Bürger ihre Meinung kundtun könnten. Man wolle im Dialog Lösungen schaffen. Auch bei der Umsetzung des neuen Hundestrandes werde die Bevölkerung mit einbezogen, hieß es weiter.

Bereits seit Jahren wird die Playa de las Teresitas immer wieder ins Spiel gebracht. Hundebesitzer hatten mehrfach im Rathaus angefragt, ob ein Teil des großen Strandes für Hunde zugelassen werden könne. Dies wurde mit Hinweis auf technische Probleme bisher zurückgewiesen. Konkret geht es um den kontinuierlichen Wasseraustausch, der durch die Wellenbrecher nicht gegeben sei.


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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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