Wieder toter Wal an Teneriffas Traum-Strand


Er gilt als einer der schönsten Strände der Insel. Doch am Samstag machten Besucher von Las Teresitas im Norden der Kanaren-Insel eine traurige Entdeckung: Ein toter Wal hatte sich in den Wellenbrechern vor der Küste verfangen. Es war der vierte Wal-Kadaver des Jahres auf den Kanaren.

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Erneut ist ein toter Wal an die Küste der Kanarischen Inseln gespült worden. Am Samstag hatten Strand-Besucher das tote Tier an den Wellenbrechern vor dem beliebten Teresitas-Strand entdeckt.

Insbesondere in diesem Jahr ist eine solche Entdeckung leider keine Seltenheit: Bereits im März war ein Meeressäuger an die Ostküste von Gran Canaria gespült worden. Nur wenig später, Anfang April, wurde dann ein toter Wal an der Küste vor der Gemeinde Pájara auf Fuerteventura gefunden, bevor nur gut eine Woche später ein weiterer Wal tot vor der Küste von El Médano auf Teneriffa entdeckt wurde.

Der Grund für das vermehrte Wal-Sterben wird von Experten mit der steigenden Schifffahrt erklärt: Mindestens in zwei Fällen waren die Tiere nach der Kollision mit einem Schiff verendet. Ob dies auch im aktuellen Fall der Grund für den Tod des Tieres war, soll nun untersucht werden.

High-Speed-Fähren gelten als große Gefahr für Wale

Gefährlich für die Tiere seien insbesondere moderne High-Speed-Fähren. Die normale Wanderungs-Geschwindigkeit der Wale beträgt nur rund 5 bis 10 Kilometer pro Stunde. Wittern sie beispielsweise Gefahr, können die Tiere kurzzeitig auf bis zu 20 km/h beschleunigen. Schnellfähren hingegen bringen es je nach Modell auf Geschwindigkeiten von 23 bis 40 Knoten (etwa 43 bis 74 km/h).

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So praktisch diese zügige Art des Reisens für den Menschen ist, so gefährlich ist sie für die Tiere unterhalb der Wasseroberfläche. In dem von solchen Fähren am stärksten frequentierten Gebiet zwischen Teneriffa und Gran Canaria leben einer Studie zufolge die meisten Pottwale. Rein statistisch betrachtet könnte die Wal-Population vor den Kanarischen Inseln der Studie zufolge sogar aussterben.

Was es genau mit Schnell-Fähren und Wal-Kollisionen auf sich hat, erklären wir Ihnen jetzt in unserem kürzlich veröffentlichten Beitrag hier.

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