„DANA“ hinterlässt Überschwemmungen und Zerstörung auf Gran Canaria


Starkregen hat auf Gran Canaria für Überflutungen gesorgt. Die Natur war den Wassermassen mancherorts nicht gewachsen. Straßen wurden überflutet und Bäche traten über die Ufer. Als nächstes gilt für Teneriffa und La Palma eine Wetterwarnung.

Lesedauer: 2 Min.

Ein isoliertes Höhentief hat auf Gran Canaria für teils heftige Überschwemmungen gesorgt. Die zuvor am stärksten von Dürre betroffene Kanaren-Insel musste örtlich mit bis zu 24 Litern Regenwasser pro Quadratmeter zurechtkommen. Der völlig vertrocknete Boden konnte die Wassermassen nicht ausreichend aufnehmen. Es folgten Überschwemmungen.

Wie die Einsatz-Leitstelle mitteilte, musste die Feuerwehr zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. Demnach seien insbesondere im Südosten der Insel starke Regenfälle und Überflutungen verzeichnet worden.

Ein Höhentief – wie zuletzt über Gran Canaria – entsteht, wenn sich am Boden ein Hochdruckgebiet befindet, das von einem Tiefdruckgebiet überlagert wird. Auf Gran Canaria äußerte sich das Höhentief als so genannter Gota Fría, zu deutsch: „Kaltlufttropfen“.

Da die Bezeichnung Gota Fría immer öfter auch für Starkregen verwendet wurde, sind die Meteorologen dazu übergegangen, für das vorliegende Phänomen die Bezeichnung depresión aislada en niveles altos, kurz „DANA“, zu verwenden. Übersetzt ist das ein so genanntes „isoliertes Höhentief“. Diese Wetterlagen sorgen in Spanien insbesondere im Herbst immer wieder für intensive Niederschläge und Unwetter.

Überschwemmungen auf Gran Canaria

Auf Gran Canaria hatte das auf der Autobahn GC-1 mehrere Sperrungen aufgrund der völlig überlasteten Kanalisation zur Folge. Außerdem fielen verschiedene Stromversorgungen infolge des Unwetters aus.


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Bei El Goro wurde ein Kreisverkehr überflutet, wodurch der Verkehr zum Erliegen kam. Die Wassermassen hatten sich auf diese Weise den Weg in Richtung des Atlantiks gebahnt.

Und auch Barrancos wurden teils komplett geflutet. Bei Ojos de Garza ergaben die Wassermassen einen reißenden Fluss. Dennoch gab es laut Behördenangaben keine Verletzten zu beklagen.

Unwetter auf den Kanaren – das sagen die Meteorologen voraus

Das spanische Wetteramt Aemet sagt für Montag insbesondere auf Teneriffa und La Palma weitere Regenfälle voraus. Dort gilt sogar die Wetterwarnstufe Gelb. Erwartet werden Niederschläge mit bis zu 15 Litern Wasser pro Stunde und Quadratmeter. Die Warnung gilt bis zum Abend und für alle Inselteile.

Neben dem bisherigen Höchstwert von 23,9 Litern innerhalb einer Stunde am Flughafen von Gran Canaria, registrierten laut Aemet Tacoronte auf Teneriffa am Sonntag bereits 17,6 Liter sowie San Andrés y Sauces auf La Palma 12,6 Liter Regen. Bei Las Tirajanas waren es immerhin noch 7,6 Liter pro Quadratmeter und Stunde.

Wie sich das Wetter ganz genau entwickelt, sehen Sie in unserer stets aktuellen Wettervorhersage für die Kanarischen Inseln. Nachfolgend geht es direkt zum…

 

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Johannes Bornewasser sw klein

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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