Gran Canarias Corona-Moral lässt nach – Sorge vor Karneval


Allein im zurückliegenden Monat sind in Las Palmas knapp 600 Verstöße gegen die Ausgangssperre verzeichnet worden. Gran Canaria bereitet sich nun auf die anstehende Karnevalszeit vor.

Lesedauer: 2 Min.

Die Corona-Moral ist auf Gran Canaria weiterhin ein Problem. Allein in der Hauptstadt hat die Polizei seit dem 11. Januar 679 Bußgelder wegen Verstößen gegen die Ausgangssperre verhängt. Wird der Zeitraum größer gewählt, sind es seit den Weihnachtsfeiertagen sogar knapp 900.

Hinzu kommen weitere Verstöße, wie beispielsweise das Ignorieren des Alkoholverbots auf öffentlichen Straßen. Fast 7000 Vergehen dieser Art registrierten die Ordnungsbehörden im selben Zeitraum.

Der Blick auf weitere verhängte Bußgelder verdeutlich noch besser, warum Gran Canaria das Virus nicht in den Griff bekommt. Die Hauptstadt verzeichnet 90 Prozent aller bekannten Corona-Fälle. Und allein dort gab es seit dem Winter fast 7000 registrierte Verstöße gegen die Maskenpflicht. Seit Juli sind es sogar rund 17.700 gewesen.

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Der Stadtrat für Sicherheit und Notfälle, Josué Íñiguez, sagte: „Wir werden weiterhin alle Anstrengungen unternehmen, um Sicherheit und öffentliche Gesundheit in der Gemeinde zu gewährleisten. So wie wir es im Sommer und zu Weihnachten getan haben und wie wir es in den nächsten Wochen tun werden.“ Dazu zähle nun insbesondere das „Verhindern massiver Karnevalsfeiern“.

Sorge vor illegalen Karnevalspartys auf Gran Canaria

Genau das ist es, was den Ordnungsbehörden Sorge bereitet. Wenn die Einhaltung der Vorsorgemaßnahmen schon im Alltag zu Problemen führt, kommt die „fünfte Jahreszeit“ zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Die Fallzahlen auf Gran Canaria sind weiter zu hoch. Und sie konzentrieren sich fast ausschließlich auf die Hauptstadt.

Bei der Party-Prävention rund um Karneval wird die Polizei insbesondere die bekannten Freizeit- und Gewerbegebiete im Blick behalten. Zudem gebe es rund 60 neuralgische Punkte, an denen Menschen zum gemeinsamen Trinken zusammenkommen. Auch diese würden verstärkt überwacht.

Corona-Prävention: Bürger der Kanaren sollen wachsam bleiben

Íñiguez lobte in diesem Zusammenhang die sorgfältige Arbeit der Sicherheitskräfte. Und auch der Großteil der Bürger verhalte sich vorbildlich. Problematisch sei lediglich eine  Minderheit, sagte der Stadtrat für Sicherheit: „Der Beweis ist, dass es an Weihnachten nur 51 Beschwerden wegen der Verletzung der Ausgangssperre sowie an Heiligabend und Silvester nur 37 Fälle von öffentlichem Alkoholkonsum gab“, sagt er.

Mit Blick auf die aktuelle Situation appellierte Íñiguez an die Bürger, weiterhin wachsam zu bleiben und sich an die Regeln zu halten. Für das große Ziel „ist die Anstrengung aller unerlässlich, da kein Präventionsplan ohne das gute Verhalten aller Bürger funktioniert“.

Zumindest unterstützend wirken soll dabei das angesetzte Bußgeld für Fehlverhalten. Die Strafen für die Missachtung der Corona-Regeln betragen auf den Kanarischen Inseln je nach Art des Vergehens zwischen 100 und 60.000 Euro.

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Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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