Corona-Alarmstufen: Teneriffa und Fuerteventura verlieren wohl Privilegien


In der vergangenen Mess-Periode verzeichnen die Kanaren 248 neue Corona-Fälle. Etwa neun von zehn wurden auf den drei am stärksten betroffenen Inseln registriert. Zweien davon drohen nun Restriktionen.

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Die kanarische Corona-Inzidenz steigt weiter nahezu linear. Teneriffa und Fuerteventura melden dabei die höchsten Werte. Gran Canaria folgt knapp dahinter. Die drei Inseln gehören zu den unangefochtenen Corona-Treibern des Archipels, während Lanzarote mit La Graciosa sowie El Hierro, La Palma und La Gomera deutlich unterhalb des Schwellwerts bleiben.


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Zur Eindämmung der Fälle auf den drei am stärksten betroffenen Inseln gelten seit Montag erneut verstärkte Maßnahmen (mehr dazu hier). Um über die Oster-Feiertage nicht wie nach Weihnachten erneut eine Zunahme zu registrieren, soll am Donnerstag über weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beraten werden. Diese gelten dann mindestens für die Karwoche, hieß es in einer Vorankündigung.

Das Gesundheitsministerium stützt seine Vorschläge auf die Corona-Daten von Mittwoch sowie verschiedene Bewertungskriterien aus der Vergangenheit. Erstellt werden soll dann ein Konzept mindestens für die in der erweiterten Alarmstufe zwei befindlichen Inseln Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote.

Ein Alternativszenario sieht vor, die erweiterte zweite Alarmstufe unangetastet zu belassen und stattdessen Teneriffa und Fuerteventura herauszulösen. Beide Inseln verzeichnen derzeit eine kumulative Sieben-Tage-Inzidenz (CI) von knapp unter 80. Der Beschluss könnte ergeben, dass die Inseln mindestens in Alarmstufe drei (rote Ampel) zurückgeschickt werden. Dort befindet sich derzeit keine Insel.

Teneriffa droht Corona-Warnstufe drei, Fuerteventura vielleicht sogar vier

Teneriffa weist neben der mit 78,4 höchsten Allgemein-Inzidenz auch bei den Über-65-Jährigen einen hohen Wert auf. Dort liegt die CI bei 61. Die durch Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten der Insel gelten mit 16,5 Prozent als stark ausgelastet. Mindestens zwei dieser Werte sprechen für eine Verlegung Teneriffas in die rote Stufe drei.

Auch Fuerteventura verzeichnet Werte, die den Vorgaben für die zweite Stufe nicht mehr genügen. Bei der Belegung der Intensivbetten durch Corona-Patienten liegt die Insel sogar bei einem Wert von knapp 32 Prozent. Zudem liegt die kumulative Inzidenz der Über-65-Jährigen bei einem Wert von 93. Beides würde sogar eine Rückstufung in die schärfste Risikostufe vier rechtfertigen.

Gran Canaria weist derweil eine Inzidenz von 71 auf. Dieser Wert spricht für einen Verbleib in der zweiten Stufe. Gleiches gilt für die Corona-Fälle bei älteren Einwohnern und für die Belegung der Intensivstationen mit Covid-Patienten.

Kanaren entfernen sich weiter vom Schwellwert für Risikogebiete

In Gänze betrachtet verzeichnen die Kanarischen Inseln eine Corona-Inzidenz von 68,6. Der Wert stieg in den vergangenen zwei Wochen nahezu linear. Für die Betrachtung einer Region als Risikogebiet wird unter anderem die Überschreitung eines CI-Werts von 50 herangezogen.

Die 248 neuen Fälle der vergangenen Mess-Periode verteilten sich mit 117 neuen Fällen auf Gran Canaria, 104 auf Teneriffa sowie 21 auf Fuerteventura. La Palma und Lanzarote meldeten jeweils zwei neue Fälle, El Hierro und La Gomera je einen.

Vier Personen kamen zuletzt mit vorheriger Corona-Infektion ums Leben. Dabei handelte es sich um einen 72 und einen 73 Jahre alten Mann auf Teneriffa sowie einen 71 und einen 80 Jahre alten Mann auf Gran Canaria. Die Zahl der Verstorbenen an oder mit Covid-19-Infektion stieg auf 637.

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Corona-Alarmstufen: Teneriffa und Fuerteventura verlieren wohl Privilegien

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Über den Autor

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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