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Einkaufen auf den Kanaren ist 24 Prozent teurer geworden


Wer auf den Kanaren für den gleichen Preis einkaufen möchte wie vor zwei Jahren, muss Fleisch oder Fisch weglassen. Inzwischen ist der gleiche Warenkorb wie damals um satte 24 Prozent teurer geworden.

Von Juan Martín Lesedauer: 2 Minuten

Kanarische Familien müssen knapp ein Viertel mehr für einen Einkauf bezahlen als noch vor zwei Jahren. Das zeigt der Blick auf den durchschnittlichen Warenkorb. Demnach müssen Fleisch oder Fisch weggelassen – oder an der Kasse deutlich mehr hingelegt werden.

Zum Vergleich wird in jedem Jahr ein durchschnittlicher Warenkorb berechnet. Für 50 Euro konnten 2021 noch 17 Grundnahrungsmittel eingekauft werden. Heute ist das in gleicher Menge unmöglich.

Wer weiterhin nicht mehr als 50 Euro ausgeben möchte, muss Fleisch oder Fisch weglassen. Soll hingegen exakt das Gleiche eingekauft werden wie vor zwei Jahren, werden zwölf Euro mehr fällig – ein Plus von 24 Prozent. Genau das ist für viele Familien unmöglich.

Kanaren: 50 Euro reichten 2021 noch für einen ausgewogenen Einkauf

Der jüngste Lebensmittel-Verbrauchsbericht blickt auf das 2021 in Spanien zurück. Eine kanarische Familie konnte mit einem Budget von 50 Euro ein Kilo Hühnerfleisch, ein weiteres Kilo Fisch, die gleiche Menge Reis, Brot, und Kartoffeln kaufen. Auch ein Liter Olivenöl, Milch, Joghurt und Wasser fanden den Weg in den Einkaufswagen. Hinzu kamen ein Kilo frisches Obst, ein weiteres Kilo Gemüse und Hülsenfrüchte. Für Kaffeeliebhaber gab es auch diesen.

Aus Sicht der spanischen Agentur für Lebensmittelsicherheit und Ernährung (Aesan) war das ein vernünftiger Warenkorb. Er enthielt die meisten, für die Zubereitung gesunder Menüs von der Aesan vorgeschlagenen Produkte.

Inflation sorgt für teils explosionsartige Preisanstiege auf den Kanaren

Doch Preiseffekte wie insbesondere die Inflation, haben für grundlegende Änderungen gesorgt. So ist allein Öl um etwa 60 Prozent teurer geworden als 2021. Für Eier und Milch werden 40 Prozent und für Hülsenfrüchte etwa 30 Prozent mehr fällig. Brot ist etwa 27 Prozent teurer geworden und Nudeln, Reis sowie Fleisch rund 23 Prozent.

Die Verbraucherorganisation Facua vergleicht regelmäßig die Preise in spanischen Supermärkten. Ihr Ergebnis: Trotz der landesweiten Mehrwertsteuersenkung sind 42 Prozent der Lebensmittel im Durchschnitts-Warenkorb teurer geworden als vor der Maßnahme.

Allein seit März habe der Preisanstieg nochmals um zehn Prozentpunkte zugelegt, heißt es. Wer die Preise mit denen aus dem Februar vergleicht, sehe gar einen Preisanstieg um rund 20 Prozentpunkte.

Mehrwertsteuersenkung in Spanien gilt nicht für die Kanaren

Für die Kanarischen Inseln ist das ohnehin unerheblich. Denn die spanienweite Maßnahme galt nicht für die Kanaren. Die dort alternativ zur Mehrwertsteuer geltende IGIC wurde nicht ermäßigt. Denn bei einigen Waren und Dienstleistungen lag der Steuersatz auf den Inseln ohnehin bereits bei Null Prozent. Und viele davon waren von der Maßnahme im Rest des Landes betroffen.

Für Familien auf dem Archipel gibt es daher aktuell nur eine Möglichkeit: Entweder werden die zusätzlichen zwölf Euro aufgetrieben oder die Ernährung muss grundlegend umgestellt werden. Denn ein mittelfristiges Ende der aktuellen Preiseffekte ist laut Experten nicht in Sicht.

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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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