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Geburten auf den Kanaren gehen zurück – Lebenserwartung bleibt “niedrig”


Die Kanarischen Inseln verzeichnen einen deutlichen Rückgang der Geburten. Zudem gilt die Lebenserwartung auf den Kanaren als vergleichsweise niedrig. Die Sterblichkeitsrate steigt sogar.

Von Juan Martín Lesedauer: 2 Minuten

Die Geburtenrate auf den Kanarischen Inseln sinkt weiter. Die Kanaren bleiben damit die Gemeinde mit den wenigsten Kindern pro dort lebender Frau. Im Jahr 2022 sank die Geburtenrate um 4,03 Prozent.

Damit gibt es auf den Inseln derzeit 0,86 Kinder pro Einwohnerin. Im Landesdurchschnitt wird ein Wert von 1,16 erreicht. Auf der anderen Seite stieg die Sterblichkeit im vergangenen Jahr um 9,1 Prozent.

Die Kanaren registrierten 18.712 Todesfälle. Noch im Jahr 2000 lag die Zahl bei 12.030. Fünf Jahre zuvor waren es 15.110 gewesen. Die Einwohnerzahl der Kanarischen Inseln stieg in dieser Zeit – allerdings moderat. Auch relativ betrachtet stieg die Sterblichkeit daher. Das geht aus den Daten des Nationalen Statistik-Instituts (INE) hervor.

So wenig Kinder kommen auf den Kanaren zur Welt

Im vergangenen Jahr kamen auf den Kanarischen Inseln 12.219 Kinder zur Welt. 2020 waren es noch 18.981 gewesen. Im Jahr 2000 lag dieser Wert sogar bei 20.127 Kindern innerhalb von zwölf Monaten.

Im Jahr 2015 waren 16.146 Kinder geboren worden. Davor lag der Wert jeweils leicht darunter. Damit finden die Kanaren aktuell wieder zu alten Werten zurück – trotz leichten Bevölkerungswachstums.

Während die Kanarischen Inseln absolut die wenigsten Babys aller Regionen des Landes verzeichnen, liegt der aktuelle Rückgang immerhin noch im Mittelfeld. Unter allen autonomen Gemeinschaften belegen die Inseln den achtletzten Rang. Spanienweit ging die Zahl der Geburten um 2,41 Prozent zurück.

Kanaren: Mehr Sterbefälle und verhältnismäßig geringe Lebenserwartung

Die Sterbefälle stiegen derweil um 9,1 Prozent. Damit verzeichnen die Kanaren den spanienweit drittgrößten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Die Sterblichkeitsrate liegt bei 8,5 Todesfällen pro 1000 Einwohner.

Zudem liegt die Lebenserwartung auf den Kanaren mit 81,8 Jahren im unteren Bereich. Die Inseln belegen im Spanien-Vergleich den drittletzten Platz. Der Landesdurchschnitt liegt bei 83,1 Jahren.

Immerhin: Zahl der Hochzeiten steigt

National gab es im vergangenen Jahr 329.251 Geburten, was einen Rückgang um 8129, also 2,4 Prozent bedeutete. In der Zehn-Jahres-Betrachtung gingen die Geburten in Spanien sogar um mehr als Viertel zurück.

Demgegenüber gibt es einen Trend zu mehr Hochzeiten. Im vergangenen Jahr wurden 179.107 Ehen geschlossen. Das war die höchste Zahl seit 2008: 20,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor.


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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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