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Inflation und Zinsen: Immobilien-Geschäft der Kanaren bricht deutlich ein


Auf den Kanarischen Inseln wird es schwieriger, ein Haus zu finanzieren. Besonders die Inflation gilt als Problem. Die Zahl der Hauskäufe geht deutlich zurück.

Von Juan Martín Lesedauer: 2 Minuten

Die registrierten Verkäufe von Eigenheimen sind auf den Kanarischen Inseln im Juli um 18,2 Prozent zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es damit deutlich weniger Immobilien-Transaktionen. Auch spanienweit sank die Zahl zweistellig.

Wie die Standesbeamten des Landes vorab mitteilten, sei landesweit ein Rückgang um 11,4 Prozent verzeichnet worden. Auch bei den Hypotheken für den Erwerb eines Eigenheims wurde ein ähnlicher Rückgang registriert. Die Zahl sank sogar um 18,8 Prozent.

Spanienweit gab es nur zwei Regionen mit positiven Zahlen. Auf den Kanarischen Inseln war der Rückgang besonders deutlich, wie die folgenden Zahlen zeigen:

Inflation bremst Immobilien-Geschäft auf den Kanaren aus

Denn konkret sind auf den Kanaren im Juli 45.630 Hausverkäufe registriert worden. Das waren 5800 Transaktionen weniger als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres.

Die Banken zählten im Juli 27.693 Hypotheken-Geschäfte. Auch das bedeutete einen deutlichen Rückgang um 6400 Transaktionen im Vergleich zum Vorjahreswert. Die Experten führen das auf die Inflation und die gestiegenen Zinssätze zurück. Diese würden die Finanzierung für viele private Anleger gefährden bis unmöglich machen.

Spanien: Nur zwei Regionen verzeichnen Plus bei Immobilien-Geschäften

Der Blick auf die einzelnen Autonomen Gemeinschaften in Spanien zeigt im Juli ein ähnliches Bild. Nur in Asturien mit zarten 1,6 Prozent und in Extremadura mit hauchdünnen 0,1 Prozent wurden Anstiege bei den Käufen und Verkäufen von Wohnungen und Häusern registriert.

Den stärksten Rückgang verzeichnete unterdessen Melilla. Dort gingen die Immobilien-Transaktionen um 28,2 Prozent zurück. Es folgten Galicien mit 19,9 Prozent und die Kanarischen Inseln. Dahinter liegen Madrid (-16,1 Prozent), Katalonien (-14,8 Prozent) sowie Kastilien und Leon (-14,3 Prozent).

Inflation bremst Hypotheken-Geschäft in Spanien aus

Hypotheken verkauften sich unterdessen in Kantabrien am schlechtesten. Dort betrug der Rückgang 35,9 Prozent. Es folgten Galicien (-29,2 Prozent), Melilla (-27,6 Prozent), Katalonien (-25,7 Prozent), Kastilien und Leon (-24,4 Prozent) und Kastilien-La Mancha (-24,1 Prozent).

Wie schon bei den Immobilien-Transaktionen gab es auch bei den Hypotheken nur in zwei Regionen einen Anstieg: Auf den Balearen (+12,1 Prozent) und in Aragonien (+3,2 Prozent). Seit März 2020 hatte es durchgehend Wachstum auf dem Immobilienmarkt gegeben. Nun jedoch sank die Zahl bereits den achten Monat in Folge.


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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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