Intensivstationen der Kanaren voll belegt – Patienten oft unter 60 Jahre alt


Die Zahl der Krankenhausaufenthalte ist auf den Kanarischen Inseln weiter zu hoch. Die Intensivstationen sind voll belegt. Zwar ebbt die fünfte Welle allmählich ab, dennoch ist die aktuelle Entwicklung besorgniserregend. Unterdessen ist die Delta-Variante endgültig vorherrschend.

Lesedauer: 2 Min.

Der Druck auf die Krankenhäuser ist auf den Kanarischen Inseln weiter immens. Mit 105 Corona-Patienten sind alle verfügbaren Ressourcen belegt. Weitere schwere Fälle könnten derzeit nicht behandeln werden. Eine solche Auslastung gab es seit Ausbruch der Pandemie noch nicht.

Mit 58 sind mehr als die Hälfte aller aktuellen Intensivpatienten unter 60 Jahre alt. Das meldet das Gesundheitsministerium. 23 der kritischen Patienten seien zwischen 50 und 59 Jahre alt. In der Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen seien es 16 Patienten sowie elf im Alter zwischen 30 und 39 Jahren. Hinzu kommen sieben Intensivpatienten zwischen 20 und 29 Jahren sowie einer im Alter zwischen 10 und 19 Jahren.

Zwar geht die Zahl der täglichen Infektionen inzwischen deutlich zurück und mit ihr sinkt auch die Inzidenz, dennoch bleiben die Krankenhauseinweisungen und Todesfälle weiter zu hoch. In den vergangenen Tagen kamen regelmäßig bis zu fünf Todesfälle  im Kontext der Pandemie hinzu. Neben den Intensivpatienten liegt auch die Zahl der stationär Behandelten Corona-Patienten weiter bei mehr als 400.

Delta-Variante macht fast 90 Prozent aller Fälle auf den Kanaren aus

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums seien mehr als 70 Prozent der in Krankenhäuser eingelieferten Personen nicht geimpft gewesen. Bei den Personen auf den Intensivstationen liegt die Rate gar bei 77 Prozent.

Unterdessen hat die Delta-Variante die Kanaren weiter fest im Griff: Die Mutation macht inzwischen 89,4 Prozent aller auf dem Archipel analysierten Proben aus. Dies zeigen die zwischen dem 2. und 8. August erhobenen Zahlen.

Die britische Variante, die im April noch rund 90 Prozent aller Fälle ausmachte, wird inzwischen nur noch bei zwei von 100 Fällen nachgewiesen. Die Beta-Variante (Südafrika) macht ebenso wie die Gamma-Mutante (Brasilien) nur 0,2 Prozent der auf den Inseln sequenzierten Proben aus.

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Über den Autor

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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