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Kanaren: 81 Prozent der Intensiv-Patienten sind nicht geimpft


Die Corona-Pandemie hält ihren Trend: Die täglichen Fallzahlen auf den Kanarischen Inseln sinken, während der Druck auf die Krankenhäuser hoch bleibt. Die Zahl der Todesfälle mit vorheriger Covid-19-Diagnose steigt. Nicht-Geimpfte machen den größten Teil der Krankenhaus-Patienten aus.

Von Johannes Bornewasser Lesedauer: 2 Minuten

253 Personen sind in den vergangenen zwei Wochen stationär in den Krankenhäusern der Kanarischen Inseln aufgenommen worden. 64 Prozent von ihnen waren nicht geimpft. Bei den besonders schweren Verläufen ist die Rate deutlich höher: Auf den Intensivstationen waren im selben Zeitraum 81 Prozent der Patienten nicht geimpft.

Unterdessen ebbt die fünfte Welle weiter ab. Während die täglichen Fallzahlen dem sinkenden Trend folgen, bleibt der Druck auf die Krankenhäuser hoch: Zwar sind die Intensivstationen nicht mehr bei einer 100-prozentigen Auslastung der Covid-19-Betten, dennoch bleiben sie über den gesamten Archipel betrachtet nur sieben Plätze darunter.

Das Durchschnittsalter der in den vergangenen 15 Tagen in Krankenhäuser eingelieferten Patienten beträgt 62 Jahre. Auf der Intensivstation liegt es fünf Jahre darunter. Knapp ein Viertel aller Intensivpatienten ist zwischen zwölf und 39 Jahren alt.

Kanaren: Tägliche Fallzahlen sinken

Laut Bericht des Gesundheitsministeriums waren zwischen dem 11. und 17. August 2460 neue Corona-Fälle auf den Kanaren gemeldet worden. Durchschnittlich sanken die täglichen Fallzahlen entsprechend um 37 Prozent im Vergleich zur Vorwoche.

Trotz dieses Rückgangs über nahezu alle Inseln bleibt das absolute Infektionsgeschehen insbesondere auf Teneriffa hoch. Auf Gran Canaria und Fuerteventura gelten die Zahlen zumindest als erhöht. Der Druck auf die Intensivstationen dieser Inseln gilt entsprechend als sehr hoch oder hoch.

In Summe werden derzeit 98 Personen intensivmedizinisch behandelt. Stationär befinden sich derweil weiterhin mehr als 400 Personen in Behandlung.

Angesichts dieser Situation hat sich die Regierung der Kanarischen Inseln dazu entscheiden, die aktuellen Warnstufen vorerst beizubehalten. An den Ge- und Verboten für alle Anwohner und Gäste ändert sich somit vorerst nichts. Teneriffa und Gran Canaria verbleiben in der vierten Warnstufe, Fuerteventura in der dritten, La Palma und Lanzarote mit La Graciosa in der zweiten und La Gomera sowie El Hierro in der ersten. Alle Infos zu den einzelnen Warnstufen finden Sie hier.

Kanaren melden mehr Todesfälle nach Corona-Diagnose

Die täglichen Todesfälle seien in den vergangenen Wochen angestiegen, meldet das Gesundheitsministerium. Allein im August seien 72 neue Todesfälle im Kontext der Pandemie registriert worden. Sollte der zuletzt tägliche Trend von fünf Todesfällen bis Monatsende beibehalten werden, würden die Kanaren den bisher schlimmsten Monat Januar mit 103 Todesfällen übertreffen. Bei drei von vier Todesfällen in den vergangenen zwei Wochen handelte es sich um Menschen ab 68 Jahren.

Abschließend teilten die Gesundheitsbehörden mit, dass die Delta Variante inzwischen mehr als 90 Prozent aller analysierten Corona-Fälle auf dem kanarischen Archipel ausmache.

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Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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