Die kanarischen Behörden sind in den Dialog mit der britischen Regierung eingetreten, um eine Quarantäne für Urlauber abzuwenden. Die Regierung Großbritanniens hatte eine 14-tägige Isolierung für Spanien-Rückkehrer beschlossen. Die Kanaren sehen sich falsch eingestuft.
Der Schock saß tief, als die britische Regierung ihren Beschluss veröffentlichte: Spanien-Rückkehrer müssen 14 Tage Quarantäne einhalten. Von unnötigen Reisen in das Land, das seit Wochen neue Ausbrüche meldet, wurde abgeraten. Der britische Ableger der deutschen Tui kündigte daraufhin sogar einen temporären Rückzug aus großen Teilen des Spanien-Geschäfts an.
Wenig später gab es dann eine Rolle rückwärts. Zumindest teilweise. Denn die Kanaren und die Balearen würden ab Montag doch wieder angeflogen, hieß es plötzlich. Auch wenn keine weiteren Gründe genannt wurden, so dürften die verhältnismäßig geringen Fallzahlen des Archipels diese Entscheidung gestützt haben. Zwar steigen die Corona-Erkrankungen auf den Kanaren ebenfalls seit kurzem wieder. Dennoch sind sie mit den Raten beispielsweise in Katalonien nicht vergleichbar.
Kanaren wollen „sicheren Lufthygiene-Korridor“ nach Großbritannien schaffen
Doch auch wenn die großen Reise-Anbieter des Königreichs die Kanaren ansteuern, so hält die britische Regierung bisher die Quarantäne-Vorschrift auch für Besucher der Inseln aufrecht. Genau das versucht die regionale Führung der Kanarischen Inseln nun zu beenden.
„Es macht keinen Sinn, sie unter Quarantäne zu stellen“, sagte der kanarische Präsident Ángel Víctor Torres mit Blick auf Besucher aus Großbritannien auf dem Heimweg. Aus diesem Grund wolle man einen „sicheren Lufthygiene-Korridor“ nach UK schaffen.
Dank „intensiver diplomatischer Arbeit“ sei das Verhältnis jetzt gut. Nun arbeite man gemeinsam mit den Balearen „intensiv“ daran, Touristen die Isolierung zu ersparen. Nicht zuletzt, da die Kanaren eine Rate von 5,8 positiv auf Covid-19 Getesteten pro 100.000 Einwohner aufweist – und damit weniger als die meisten europäischen Länder inklusive dem Vereinigten Königreich selbst.
Hotel- und Gaststättenverband der Kanaren „steht unter Schock“
Der Hotel- und Gaststättenverband hatte mit großer Sorge auf die Ankündigung Großbritanniens reagiert: „Wir stehen unter Schock. Diese Entscheidung könnte der endgültige Schlag für viele Unternehmen in einem Sektor sein, der hart daran arbeitet, wieder auf die Beine zu kommen“, sagte Victoria López als Vertreterin des Ashotel.
Noch vor dem Königreich hatte Norwegen bereits am vergangenen Freitag von Reisen nach Spanien abgeraten und eine zehntägige Quarantäne für Rückkehrer verhängt. Frankreich differenzierte bei seiner Reisewarnung. Dort wird lediglich von Reisen nach Katalonien abgeraten. Berlin zögert bisher, sich zum Thema zu äußern.
Torres zeigt sich unterdessen zuversichtlich, dass die „intensiven“ Verhandlungen „so bald wie möglich“ Früchte tragen werden.
Nicht verpassen:
>>> Alle News und Entwicklungen rund um das Corona-Virus auf den Kanaren finden Sie jetzt hier <<<
Ihr Kanaren-Profi – seit 2011. Unabhängig. Lokal. Verlässlich.
Jetzt ohne Limit, mit weniger oder ganz ohne Werbung weiterlesen:
52 Wochen
für nur 52 €
nur 1 € pro Woche!
Sie sparen rund 33 % gegenüber dem Monatspreis.
- Komplett werbefrei lesen
- Alle Artikel ohne Limit lesen
- 33 Prozent Rabatt
- 52 Premium-Newsletter
- Kein Werbetracking
- Kostenlose Premium-Kleinanzeigen aufgeben
- Beiträge kommentieren
- Kinderleicht kündbar
- Sie unterstützen unabhängigen Kanaren-Journalismus
12 Wochen
für 15 €
(1,25 € pro Woche)
- Alles ohne Limit lesen
- Premium-Newsletter jede Woche
- Weniger Werbung
4 Wochen
für 6 €
(1,50 € pro Woche)
- Alles ohne Limit lesen
- Premium-Newsletter jede Woche
- Normale Werbung























Noch keine Kommentare zu diesem Artikel.