Kanaren: Deutschland und UK schicken wieder 31.000 Urlauber pro Woche


Nach Deutschland hat auch Großbritannien ein Ende der Corona-bedingten Reisewarnung für die Kanarischen Inseln bekanntgegeben. Beide Länder stellen traditionell die meisten Touristen. Schon ab kommender Woche werden wieder Urlauber entsandt. Die Branche atmet auf.

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Das Ende der Reisewarnung in Deutschland und Großbritannien ermöglicht eine schlagartige Reaktivierung des Tourismus auf den Kanarischen Inseln. Beide Länder werden schon in der kommenden Woche zusammen wieder bis zu 31.000 Personen auf den Archipel bringen.

„Das ist eine großartige Nachricht“, sagte Tourismusministerin Yaiza Castilla zur Entscheidung Deutschlands, die Kanarischen Inseln von der Liste der unsicheren Reisegebiete zu streichen. Als wenig später auch Großbritannien nachzog, dürfte die Freude der für das Gastgewerbe zuständigen Politikerin ungleich größer gewesen sein.

Zusammen brachten beide Länder im Vorjahr 7,3 der 13,1 Millionen ausländischen Touristen auf die Kanaren. Damit gehören ihnen mehr als 56 Prozent des Marktanteils. Verglichen mit der Vorwoche, in der beispielsweise auf Gran Canaria grade mal sechs Prozent Auslastung in den Hotels herrschte, bereiten die Aussichten auf kommende Woche entsprechend Grund zur Freude.

Nach Corona-Reisewarnung für die Kanaren: 92 Flüge und 13.000 Plätze pro Woche aus Deutschland

Castilla berichtete, dass Deutschland schon ab Montag 71 Flüge angekündigt habe. Die Fluggesellschaften Condor, Tui, Ryanair, Easyjet und Lufthansa würden so bis zu 13.000 Personen pro Woche auf die Kanarischen Inseln bringen. Das Vereinigte Königreich werde in der kommenden Woche sogar 92 Flüge durchführen und damit bis zu 18.000 Personen befördern.

Für die Tourismusministerin ist das einhergehende Zeichen wichtig. Sie rechne mit einer steigenden Nachfrage. Trotzdem müsse Realismus walten, denn die Reisebranche in ganz Europa sei bedingt durch die aktuelle Corona-Situation geschwächt.

Dennoch hätten die Kanarischen Inseln einen großen Vorteil: Sie gelten in wichtigen Tourismusmärkten wieder als sicher und können trotz des Winters eine Art Sonnengarantie bieten, sagte Castilla weiter. „Und das bei europäischen Hygienestandards.“

Kanaren arbeiten an Corona-Maßnahmen für sichere Einreise

Um dieser Ankündigung gerecht zu werden, „müssen wir hart an neuen Maßnahmen auf den Inseln arbeiten, die uns helfen, Vertrauen aufzubauen“, sagte sie. Der Zeitplan sehe vor, bis zur kommenden Woche ein Konzept vorlegen zu können. „Wir versuchen, uns zu schützen und unseren Status als sicheres Reiseziel zu festigen.“

Nach Deutschland und Großbritannien würden die Kanarischen Inseln sicher auch bald in anderen Ländern von den geltenden Reisewarnungen ausgeschlossen, orakelte Castilla. Dafür müsste der Archipel zuvor für alle Inseln eine „grüne Ampel“ vorweisen und „neue Ausbrüche verhindern“. Allein in der Vorwoche hatte es 39 neue Ausbrüche gegeben. Zudem seien 24 weitere noch aktiv, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Neben den beiden Haupt-Märkten war die Reisewarnung auch in anderen EU-Ländern aufgehoben worden. Auch aus Schweden, Belgien, Frankreich, Portugal und Tschechien sind Reisen auf die Kanaren wieder möglich. In Österreich werden die Kanaren mit einer Warnung der Stufe vier belegt. Dabei handelt es sich um keine ausdrückliche Warnung, „von nicht unbedingt nötigen Reisen“ wird jedoch „abgeraten“.

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Über den Autor

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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