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Kanaren-Hotels werden seit 3 Jahren monatlich teurer – das steckt dahinter


Die Hotellerie eilt von einem Umsatz-Rekord zum nächsten. Wegen steigender Preise. Darum werden Hotels auf den Kanaren immer teurer.

Von Johannes Bornewasser Lesedauer: 3 Minuten

Seit 35 Monaten verzeichnen die Hotels der Kanarischen Inseln ohne Pause neue Umsatzrekorde. Das liegt zum Einen an immer weiter zunehmenden Touristen-Zahlen. Aber auch an steigenden Preisen. Zufrieden ist die Branche dennoch nicht.

Die Osterzeit ist auf den Kanarischen Inseln traditionell Hauptreisezeit. Insbesondere Einheimische vom Festland nutzen die Ferien für einen Urlaub auf den dann schon sommerlich-warmen Kanarischen Inseln. Obwohl der März also durch die Feiertage besonders stark war, schließt auch der April auf dem Archipel wieder mit einem Rekord.

Das Nationale Statistik-Institut INE hat nun die aktuellen Zahlen zur Lage der Hotellerie auf den Kanaren vorgelegt. Und sie zeigen, dass es der Branche gut geht. Eigentlich. Denn trotz weiter steigender Umsätze sorgen sich viele Betriebe um ihren Gewinn.

Kanaren-Hotels: Mehr Umsatz, weniger Gewinn

Seit fast drei Jahren steigen die Umsätze der Hotelbranche auf den Inseln nun schon ohne Unterlass. Für Urlauber bedeutet das: Der Urlaub wird durchgehend teurer. Denn fast immer sind steigende Umsätze mit höheren Kosten für die Ferien verbunden.

Von März zu April legten die Hotelpreise auf den Kanaren um durchschnittlich 2,05 Prozent zu. Begonnen hatte die monatliche Staffelung im Juni 2021, als die schlimmste Phase der damaligen Krise überstanden schien. Und seither kennen die Preise nur eine Richtung: nach oben.

Mit Blick auf den jüngsten Aufwärtstrend sei es laut INE sinnvoll, “die beiden Monate zusammen zu analysieren”. Und als Zweimonatszeitraum legten die Hotelpreise auf den Kanarischen Inseln zuletzt sogar um 6,5 Prozent zu.

Kanaren-Hotels werden nur vordergründig rentabler

Die Einnahmen der Hotels werden am Umsatz pro verfügbarem Zimmer gemessen. Dieser so genante RevPAR gilt als einer der wichtigsten Indikatoren für die Rentabilität der Branche. Im vergangenen Monat erreichte der Wert 100,93 Euro.

Damit nahmen die Hotels im Durchschnitt 5,8 Prozent mehr Geld pro verfügbarem Zimmer ein als zum selben Zeitpunkt des Vorjahres. Damals lag die Summe bei rund 95 Euro. Mit den aktuell knapp 101 Euro erreichten die Kanarischen Inseln den höchsten, jemals im April gemessenen RevPAR.

Als Grund für die Entwicklung gelten die Inflation und die politischen Konflikte. Beides führte zu deutlichen Kosten-Anstiegen – insbesondere bei den Energiepreisen. Und so bleibt in vielen Hotels trotz steigender Umsätze weniger Gewinn hängen. Das wird mit steigenden Zimmerpreisen korrigiert.

Kanaren-Urlauber: 5,6 Millionen Übernachtungen im April

Zumindest bisher. Denn noch können die meisten Betriebe diesen Effekt mit steigenden Preisen im Rahmen halten. Doch die Preisschraube lässt sich nicht ewig weiterdrehen. Irgendwann gibt es einen Kipppunkt, ab dem weniger Touristen bereit sind, zu den geforderten Preisen weiterhin auf die Inseln zu reisen.

Dieser Zeitpunkt ist allerdings noch nicht erreicht: 894.908 Urlauber waren im April bereit, teurere Zimmer in den Hotels der Kanarischen Inseln in Kauf zu nehmen. Zwar waren das bereits 24.400 Hotel-Urlauber weniger als im Vorjahr, damals lag Ostern allerdings im April. Bereinigt um den Semana-Santa-Effekt, verzeichneten die Kanarischen Inseln also sogar mehr normale Urlauber als im Vorjahr.

Die knapp 895.000 Hotel-Touristen sorgten für knapp 5,6 Millionen Übernachtungen im April auf den Kanarischen Inseln. Das waren 0,75 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.


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Johannes Bornewasser sw klein

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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