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Kanaren jagen den Rekord: Täglich fehlen 2200 Touristen


Weniger Touristen, doch mehr Umsatz: Die Kanarischen Inseln haben den Corona-Knick endgültig überstanden. Das zeigen aktuelle Zahlen. Was für 2023 geplant ist.

Lesedauer: 2 Minuten

818.000 Besucher fehlen den Kanarischen Inseln. Und damit wurden die Zahlen der Vor-Pandemie-Zeit knapp verpasst. Dennoch gilt 2022 als äußerst erfolgreiches Jahr. Denn Urlauber haben mehr Geld auf den Inseln gelassen als je zuvor.

Mit 12,3 Millionen Touristen blicken die Kanarischen Inseln auf eine positive Zukunft für ihren wichtigsten Wirtschafts-Sektor. Denn auch wenn täglich 2200 Touristen fehlten, um die Werte von vor 2019, als die weltweite Pandemie ausbrach, zu erreichen, sind die Verantwortlichen zufrieden.

Die positive Stimmung liegt vor allem im generierten Umsatz begründet. In Summe gaben die Urlauber 3,5 Prozent mehr aus. In absoluten Zahlen bedeutete das ein Plus von fast 600 Millionen Euro.

Dass der Besucherrekord verpasst wurde, liegt insbesondere an den ersten Monaten des Jahres, als der Tourismus allmählich aus dem Dornröschenschlaf erwachte. Ins Jahr 2023 starteten die Inseln bereits deutlich schwungvoller.

Krieg und Inflation beeinträchtigen Kanaren-Tourismus nicht

Wurden im Januar und Februar 2019 jeweils mehr als eine Million ausländischer Touristen auf den Inseln begrüßt, waren es im Januar 2022 nur 759.000 und im Februar 968.000. Schon dort war immerhin die positive Tendenz erkennbar.

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Was zunächst befürchtet wurde, dass der Krieg in der Ukraine und die Inflation dem Tourismus schaden würden, blieb weitgehend aus. Denn ab Oktober besuchten die Kanaren sogar mehr Menschen als vor Corona. Im Dezember waren es bereits 1,2 Millionen internationaler Touristen.

Aufgrund des stärkeren Jahresstars verzeichneten die Balearen bessere Werte. Dort wurden 97 Prozent der eigentliche Touristenzahlen erreicht. Zum Vergleich: Auf den Kanaren waren es rund 94 Prozent. Spanienweit lag der Wert bei 85 Prozent.

Tourismus: Kanaren setzten 17,45 Milliarden Euro um

Laut Nationalem Statistik Institut INE setzte der kanarische Tourismus-Sektor 17,45 Milliarden Euro um. Nie in der Geschichte des Archipels gab es einen höheren Wert. Und auch wenn viele Unternehmen inflationsbedingt höhere Kosten hatten, meldete die Branche insgesamt Zufriedenheit.

Mit 3,5 Prozent Umsatz-Wachstum liegen die Kanaren zwischen den Balearen, die trotz mehr Besuchern ein Umsatzplus von 2,5 Prozent verzeichneten, und der Valencianischen Gemeinschaft, die mit einem Plus von 6,3 Prozent den Rekord in Spanien aufstellte.

Tourismus-Rekorde: Das planen die Kanaren für 2023

Das Jahr 2023 steht dennoch nicht im Zeichen der Zufriedenheit. Die Branche strebt nun neue Rekordwerte an. Geplant sind mehr als 20 Milliarden Euro Umsatz und ein Wert von 19,6 Millionen Touristen.

Damit würde 2022 nicht nur als das Jahr in die Geschichte der Kanarischen Inseln eingehen, in dem die schlimmste Tourismuskrise aller Zeiten überwunden wurde. Viel mehr könnte 2023 zudem das erste Rekordjahr nach vier Jahren Rückschritt werden.

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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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