La Palma: Vulkanausbruch meldet sich mit plötzlichen Explosionen zurück


Der Vulkan auf La Palma ist wieder aktiv. Wie das Nationale Geologische Institut IGN mitteilte, habe es am Sonntagmittag mehrere Explosionen gegeben. Eine Aschesäule steigt auf und die zuletzt stark reduzierte Aktivität habe wieder deutlich zugenommen, hieß es.

Lesedauer: 2 Min.

85 Tage nach dem Beginn des Vulkanausbruchs auf La Palma hat die Aktivität plötzlich wieder zugenommen. Zuletzt war darüber spekuliert worden, ob der Vulkanausbruch endet, da die Aktivität sukzessive weniger wurde. Am Sonntagmittag gab es jedoch mehrere Explosionen. Seither ist der Vulkan am Cumbre Vieja wieder aktiv.

Itahiza Domínguez vom IGN bestätigte die reaktivierte Aktivität des Vulkans via Twitter. Der Seismologe teilte mit, dass die Eruption mit erheblichen Ascheemissionen einhergehen würde.

Bereits am Samstag hatten die Experten bei einer Begehung des Vulkans mit Medienvertretern davor gewarnt, den Vulkan zu unterschätzen. Es sei ein natürliches Phänomen, dass ein Ausbruch zwischenzeitlich abebbe. Dies sei nicht gleichbedeutend damit, dass der Ausbruch zwingend enden müsse.

Genau das hat der Vulkan am Sonntagmittag eindrucksvoll bewiesen. Die Explosionen seien gut hörbar gewesen, berichtet Domínguez. Und auch die Direktorin des IGN auf den Kanarischen Inseln, María José Blanco, sagte, die Bewegungen und die Schwefeldioxid-Emissionen würden keinen Grund dafür geben, zu glauben, dass der Ausbruch zwingend enden müsse.

Vulkanausbruch auf La Palma: Experten hatten Reaktivierung nicht ausgeschlossen

Blanco, die gleichzeitig Sprecherin des Wissenschaftlichen Komitees des Notfallplans für Vulkanrisiken auf den Kanarischen Inseln (Pevolca) ist, sagte weiter, dass diese Parameter nahe Null liegen müssten, damit die Experten tatsächlich Entwarnung geben könnten. Dies sei bisher nicht der Fall gewesen, so dass der erneute Ausbruch zumindest für die Experten nicht allzu überraschend gekommen sei. Konkret damit gerechnet hatten die Wissenschaftler hingegen nicht.

Davor gewarnt, dass ein Aufflammen jederzeit möglich sei, hatten sie allerdings schon. Die Werte seien in den vergangenen Tagen zwar niedriger gewesen, dennoch müsse es für eine Entwarnung einen längeren Abwärtstrend geben, als dies zuletzt der Fall war, hieß es.

Der Vulkan auf La Palma wird schon seit vor dem Ausbruch am 19. September permanent überwacht. Die Experten beobachten das aktuelle geschehen weiter und werden informieren, sobald es neue Erkenntnisse zur Reaktivierung gibt.

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Johannes Bornewasser sw klein

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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