2,17 Millionen Einwohner: Ausländer kehren Kanaren den Rücken


Das Pandemie-Jahr 2020 hat auf den Kanarischen Inseln insbesondere für einen Rückzug ausländischer Einwohner gesorgt. Insgesamt schrumpfte die Bevölkerung leicht. Es wohnen mehr als 2,1 Millionen Menschen auf den Inseln. Spanier werden immer älter.

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Die Zahl ausländischer Einwohner ist auf den Kanarischen Inseln um fast 6000 zurückgegangen. Zählte der Archipel Anfang 2020 noch 292.542 Bewohner ausländischer Herkunft, waren es zu Beginn des Jahres 2021 nur noch 286.551. Das entspricht rund 13 Prozent der Einwohner.

Die Gesamtzahl der Bewohner des Archipels sank in ähnlichem Maße: 4588 Personen weniger waren zu Beginn des laufenden Jahres auf den Inseln gemeldet. Das entspricht einem Rückgang von 0,2 Prozent, wie das nationale Statistik-Institut INE berichtet. Die Einwohnerzahl der Kanaren lag zu Beginn des laufenden Jahres bei gut 2,17 Millionen Menschen.

Auch spanienweit gingen die Zahlen prozentual um 0,2 Prozent zurück. Gut 106.000 Einwohner weniger bedeuteten eine neue Einwohnerzahl von knapp 47.345.000 Millionen Menschen. Von ihnen haben weniger als 42 Millionen Menschen die spanische Staatsbürgerschaft.

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Die Nettozahl der Spanier sank über das Jahr 2020 um knapp 80.000 Personen (-0,2 Prozent) und die Zahl der ausländischen Einwohner um gut 26.300 (-0,5 Prozent). Damit sank die Zahl der Einwohner mit spanischem Pass erstmals seit Aufzeichnung der Daten vier Jahre in Folge, teilte das INE weiter mit. Im Vorjahr war der Wert von 42 Millionen spanischen Einwohnern erstmals unterschritten worden.

Ausländer senken Spaniens Durchschnittsalter

Unter den Spaniern liegt die Zahl der Frauen mit 51 Prozent leicht vorn, während es bei den Ausländern fast exakt ausgeglichen ist. 15 Prozent der Einwohner sind unter 16 Jahre alt, 35,5 Prozent zwischen 16 und 44 Jahre sowie knapp 30 Prozent zwischen 45 und 64 Jahre alt. Knapp 20 Prozent der Menschen sind 65 Jahre oder älter. Bei ausländischen Einwohnern ist die Spanne mit 54 Prozent in der Gruppe der 16- bis 44-Jährigen am größten.

Das Durchschnittsalter stieg im laufenden Jahrhundert um rund vier Jahre an. Es beträgt inzwischen 43,8 Jahre und setzt sich zusammen aus 44,7 Jahren bei Spaniern und 36,6 Jahren bei ausländischen Einwohnern. Nichtspanische EU-Bürger bringen 38,9 Jahre in den Durchschnitt ein. Der Prozentsatz der Über-65-Jährigen stieg von 16,8 Anfang 2010 auf 19,7 in 2020.

Das höchste Durchschnittsalter unter zugewanderten Nationalitäten liegt bei britischen Staatsbürgern. Sie sind im Durchschnitt 53,6 Jahre alt. Deutsche Spanien-Einwanderer sind durchschnittlich 49,4 Jahre alt und Franzosen 42,8 Jahre. Das niedrigste Durchschnittsalter unter allen Spanien-Einwanderern haben aus Honduras stammende Menschen mit 30,3 Jahren. Zugewanderte Pakistani sind im Schnitt 31,2 Jahre alt und Marokkaner 31,7 Jahre.

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Über den Autor

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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