Corona-Virus auf den Kanaren: Ausgangssperre erneut verlängert – Kinder dürfen raus


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Der spanische Premierminister hat angekündigt, die Ausgangssperre erneut um zwei Wochen zu verlängern. Diesmal gibt es jedoch eine Ausnahme: Kinder dürfen ab dem 26. April unter strengen Sicherheitsauflagen wieder nach draußen. An diesem Tag sollte die Ausgangsperre in Spanien ursprünglich enden.

Seit dem 15. März sitzen rund 46 Millionen Spanier in ihren Häusern und Wohnungen fest. Ursprünglich sollte die Ausgangssperre am kommenden Wochenende beendet werden. Doch Ministerpräsident Pedro Sánchez kündigte eine erneute Verlängerung um zwei Wochen an.

Spaniens Ministerpräsident: „Werden die Maßnahme abschließen“

Bei seiner Ankündigung ging Sánchez noch nicht ins Detail, da er seine Pläne zunächst mit den Präsidenten der autonomen Gemeinschaften Spaniens, also unter anderem auch mit dem Präsidenten der Kanarischen Inseln, Ángel Victor Torres, besprechen möchte. Doch der ersten Ankündigung zufolge sollen Kinder unter strengen Sicherheitsmaßnahmen wieder zeitweise auf die Straße gehen dürfen.

„Wir werden die Maßnahme abschließen“, stellte Sánchez zunächst klar. Doch das Gesetz sehe eine Altersgrenze von zwölf Jahren vor. „Wir müssen es uns genau ansehen und werden die Altersgrenze vor dem 26. April kommunizieren. Das Gesetz wird der Maßstab sein.“ Über die Stunden, in denen Kinder bis zwölf Jahren dann ab dem 27. April ausgehen dürfen, solle nach einem Gespräch mit den regional Verantwortlichen sowie verschiedenen Experten genaueres bekanntgegeben werden.

Corona hinterlässt „Schneise von Tod und wirtschaftlicher Verwüstung“

Nach der Ankündigung einer ersten vorsichtigen Lockerung appellierte Sánchez an seine Bevölkerung: „Das Virus hat die Krankenhausversorgung von 80.000 Menschen erzwungen und unser Gesundheitssystem an seine Grenzen gebracht“, sagte der Ministerpräsident. Doch es habe sich „auf der ganzen Welt verbreitet, nicht nur in Spanien. Das Virus hat eine Schneise von Tod und wirtschaftlicher Verwüstung hinterlassen. Aber in dieser kurzen Zeit konnte sich unser Gesundheitssystem trotz des Schlags durchsetzen.“

Sánchez verwies auf die inzwischen mehr als 74.000 wieder genesenen Menschen: „Unsere Landsleute haben ein vorbildliches Engagement gezeigt. Die Spanier sind die Bürger, die die Ausgangssperre am strengsten erfüllt haben, und so haben wir Tausende von Menschenleben gerettet“, führte der Ministerpräsident fort.

Dass Kinder demnächst wieder auf die Straße gehen dürfen, ist als eine Art Handreichung zu werten. Auch, da die durchschnittliche Anzahl der Erkrankungen in den vergangenen Wochen gesunken sei, könne sich Spanien nun eine sehr vorsichtige Lockerung erlauben. Die Erfolge seien jedoch fragil und müssten durch weiterhin strenge Disziplin verteidigt werden. Daher rief der spanische Ministerpräsident seine Landsleute zu weiterer Geduld und Durchhaltevermögen auf.

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Über den Autor
Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.