Corona-Zahlen auf Teneriffa treiben die der Kanaren weiter in die Höhe


Teneriffa bekommt seine Corona-Fälle nicht in den Griff. Die Werte der Kanarischen Inseln werden erneut zu mehr als zwei Dritteln von dort aus getrieben. Die kumulative Inzidenz verzeichnete zuletzt einen Sprung.

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Die Kanarischen Inseln melden die höchste Zahl neuer Corona-Fälle seit Sommer. Im vergangenen Mess-Zeitraum wurden zwar kein Todesfälle registriert, dafür jedoch 325 neue Positive.

Teneriffa fügte zuletzt 261 neue Fälle hinzu. Damit liefert die größte der Kanarischen Inseln bereits allein in etwa so viele Fälle, wie in der Hoch-Phase im Sommer kanarenweit gemessen wurden. Mehr als 300 über den gesamten Archipel verteilt waren es zuletzt am 5. September.

Gran Canaria folgt, wie bereits seit Wochen, mit Abstand. In diesem Zeitraum wurden von dort 31 weitere Fälle gemeldet. La Palma trug zudem 24 neue Covid-19-Fälle bei, Lanzarote sechs, La Gomera zwei und Fuerteventura einen. El Hierro blieb erneut ohne Corona-Fall.

Corona auf den Kanaren: Ausbrüche in Sport-Mannschaft und Seniorenresidenz

Die verhältnismäßig große Zahl auf La Palma ist im Ausbruch innerhalb einer Sport-Mannschaft begründet. Die Behörden veranlassten daraufhin ein Screening bei 488 Kontaktpersonen, deren Ergebnisse im Laufe des Tages erwartet werden. In der Zwischenzeit wurden alle direkten Kontakte der Beteiligten isoliert.

Zudem soll auch in dem stark betroffenen Seniorenzentrum in Puerto de la Cruz auf Teneriffa eine weitere Untersuchung durchgeführt werden. In der Santa Rita Residenz waren mindestens 180 Personen von einem Corona-Ausbruch betroffen, 164 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 16 Personen aus dem Personal.

Die Gesundheitsbehörden hatten in der Zwischenzeit die Kontrolle in der Residenz übernommen. Am Montag soll nun ein weiteres Screening stattfinden, um mögliche weitere Infektionen rechtzeitig zu entdecken und zu isolieren.

Kanaren: Corona-Inzidenz steigt auf mehr als 60

Alle aktuellen Zahlen gelten als vorläufig, da das Gesundheitsministerium die strukturierte Zählung an den Wochenenden aussetzt. Somit stützen sich die Zahlen allein auf die Meldungen der einzelnen Inseln. Sie können im Laufe der Woche korrigiert werden. Wenn Änderungen vorgenommen werden, dann im Regelfall jedoch eher nach oben.

Die kumulative Inzidenz (CI) liegt auf Basis der vorläufigen Werte inzwischen bei 60,5. Die Zahl zeigt die Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner in einem Zeitraum von sieben Tagen an. Sie liegt damit weiter oberhalb des Schwellwerts für eine Reisewarnung. Die deutschen Behörden machen eine solche Maßnahme von diversen Faktoren abhängig. Wesentlicher Faktor ist die Überschreitung der CI-Marke von 50.

Allerdings liegt die Inzidenz in vielen Ländern des europäischen Festlands weit oberhalb dieser Grenze. Wenn eine Region zwar oberhalb des Grenzwerts liegt, dabei jedoch unterhalb der CI eines Touristen entsendenden Landes bleibt, wirkt sich dies in der Regel positiv aus.

Dass es Ausnahmen davon gibt, zeigte jedoch Großbritannien: Das Land liegt zwar selbst weit oberhalb der Inzidenz-Marke von 50, strich die Kanarischen Inseln dennoch zuletzt von der Liste der sicheren Urlaubs-Gebiete.

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Über den Autor

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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