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Handel auf den Kanaren meldet satten Aufschwung


Die Geschäfte auf den Kanarischen Inseln melden steigende Umsätze. Seit zwei Jahren steigen die Verkäufe. Das sind die Gründe und Aussichten.

Von Juan Martín Lesedauer: 2 Minuten

Die Einkaufsstraßen der Kanarischen Inseln sind gut gefüllt. Und gleiches gilt für die Einkaufstüten der Passanten darauf. Der Handel auf den Kanaren zeigt sich mit den vergangenen Monaten äußerst zufrieden. Seit zwei Jahren geht es kontinuierlich bergauf.

Der von der Handelskammer von Santa Cruz de Tenerife herausgegebene Branchen-Bericht zeigte in dieser Woche die guten Zahlen. Lola Pérez, Generaldirektorin der Handelskammer, zeigte sich zufrieden. Denn das vergangene Quartal endete mit Umsatz-Rekorden.

Insbesondere der Mai war für den kanarischen Einzelhandel ein voller Erfolg. Mit einem Plus von 7,7 Prozent war er der Rekordmonat vor dem Juni mit 7,2 und dem April mit 6,2 Prozent. Im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum gab es sogar ein Plus von 18,3 Prozent.

Einzelhandel-Umsatz: Kanaren nach Balearen und Madrid am drittstärksten

Und damit liegen die Kanarischen Inseln sogar vor dem nationalen Durchschnitt. Die Umsatzentwicklung in Spanien liegt mit 6,6 Prozent im Plus. Nur die Balearen und Madrid meldeten eine stärkere Entwicklung.

Damit trägt der kanarische Einzelhandel signifikant zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP), dem Rückgang der Arbeitslosigkeit und dem Anstieg der Sozialversicherungs-Mitglieder bei.

Handelskammer: “Digitale Revolution” bedroht den Einzelhandel der Kanaren

Kleiner Wermutstropfen sei unterdessen die Zahl der bei der Sozialversicherung gemeldeten Unternehmen. Denn dieser Wert habe sich nach der Krise nicht nur nicht erholt, sondern sinke kontinuierlich weiter.

Grund dafür sei vor allem der Einzelhandel, in dem es weiterhin Schließungen gebe. Doch das sei “nicht auf die wirtschaftliche Situation zurückzuführen”, sagte Pérez, sondern auf die “digitale Revolution”, in der sich die Branche seit Dezember 2022 befinde.

Kanaren: Einzelhandel erwartet Wachstum mindestens bis zum Jahresende

Die Handelskammer sieht in der Steuerbefreiung für Importe mit geringem Wert einen “unlauteren Wettbewerb”. Um diesen zu beenden, forderte sie die neue Regional-Regierung dazu auf, das entsprechende Gesetz zurückzunehmen. Zudem sei die steuerliche Sonderposition der Kanarischen Inseln von der Politik zu verteidigen.

So oder so sieht die Branche “bis Jahresende ein starkes Wachstum”. Konkret dürfe mit einem weiteren Plus von 1,2 Prozent gerechnet werden. Zudem gehen neun von zehn Einzelhändlern davon aus, ihr Personal während der gesamten Sommersaison behalten oder sogar aufstocken zu können.

Lediglich der Blick in Richtung 2024 bereite einigen Unternehmern Sorge. Je nach Ausrichtung der Geldpolitik seitens der Europäischen Zentralbank könne Unsicherheit aufkommen. Diese mache sich “bereits in einem Rückgang der Hauskäufe und -verkäufe bemerkbar”, sagten die Wirtschaftsvertreter. Auch die mögliche spanische Steuerpolitik für 2024 verunsichere den Handel. Die Handelskammer der Kanarischen Inseln forderte daher von der nationalen und regionalen Politik “vorhersehbare” Maßnahmen, die “den Binnenmarkt fördern”.


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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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