Jahresrückblick 2016: Kanaren in Zahlen, Daten und Fakten


Die unsichere politische Lage in Europa und dem nahen Osten hat den Kanarischen Inseln einen weiteren Zuwachs bei den Touristenzahlen beschert. Damit einher gingen starke Umsätze im Tourismus und der Gastronomie. Insgesamt fällt der statistische Jahresrückblick fast durchgehend positiv aus. Die interessantesten Zahlen zum Jahr 2016 auf den Kanaren finden Sie nachfolgend.

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Entwicklung der Touristenzahlen auf den Kanaren

Das Jahr 2016 geht auf den Kanarischen Inseln mit einem deutlichen Plus bei der Haupt-Umsatzquelle zu Ende: Die Touristik-Abteilung der Kanaren berichtet von mehr als 12 Millionen Urlaubern im vergangenen Jahr. Somit konnte der Archipel im Atlantischen Ozean 12,7 Prozent mehr Urlauber anziehen als noch im Jahr 2015.

Dabei wurden allein auf den Flughäfen der Kanarischen Inseln 309.011 Flugbewegungen registriert. Auch diese Zahl stieg gleich zweistellig auf ein Plus von 10,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Besonders stark steigern konnten sich La Palma. Der Flughafen der kleinen Insel zählte 1,1 Millionen Fluggäste, was einem Plus von 14,4 Prozent entsprach. Damit setzte sich, gemessen am prozentualen Zuwachs, ausgerechnet die kleine Isla Bonita an die erste Stelle des Wachstums-Rankings.

Dicht gefolgt wird die Insel von Gran Canaria. Dort wurden im Jahr 2016 immerhin 3,7 Millionen Urlauber gezählt. Dies entsprach einem Plus von 491.000 Touristen im Vergleich zum Vorjahr. Die meisten Gäste kamen dabei aus Deutschland und Großbritannien. Außerdem legten Polen und Tschechien stark überdurchschnittlich zu.

Umsatzseitig hat sich das Plus bei den Besucherzahlen ebenfalls gelohnt: Bis November gaben die Besucher 13,6 Milliarden Euro auf den Kanaren aus. Das entsprach einem Plus von 5,5 Prozent. Durchschnittlich gab damit jeder Urlauber 136 Euro pro Tag aus. Gemessen an der mittleren Aufenthaltsdauer entsprach das 1131 Euro pro Urlauber.

Preisanstiege & Wirtschaft auf den Kanarischen Inseln

Das Plus bei den Umsätzen pro Urlauber ist auch auf allgemeine Preis-Steigerungen zurückzuführen. So lag der mittlere Anstieg im Jahr 2016 bei rund 1,3 Prozent. Bei Alkoholika stiegen die Preise im Durchschnitt um 3,7 Prozent, in der Gastronomie und bei Transporten waren es 2,2 Prozent. Benzin wurde ebenfalls teurer. Demgegenüber standen Entlastungen bei Elektronik und Kleidung.

Wie die Elektrizitätswerke melden, stieg der durchschnittliche Stromverbrauch auf den Kanarischen Inseln auch 2016 wieder an. Verteilt auf alle Inseln gab es eine Verbrauchssteigerung von 1,3 Prozent. Insgesamt seien demnach 87.439 GWh verbraucht worden, hieß es.

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Die Gebrauchtwagenhändler konnten sich im Vorjahr ebenfalls über gute Geschäfte freuen: Sie erreichten ein Plus von 9,3 Prozent. In Summe wechselten 88.166 Fahrzeuge ihre Besitzer. Dem standen 56.370 Neuzulassungen von Fahrzeugen aller Art gegenüber. Auch hier gab es also einen starken Anstieg (+19,3%).

Während die Zahl der Selbstständigen auf den Kanarischen Inseln um 2,3 Prozent anstieg, wurden 18.296 Arbeitslose weniger gezählt (-7,3%). Damit sind aktuell 229.233 Menschen auf den Kanaren ohne regelmäßiges Einkommen. Allerdings stieg die Zahl der Zeitarbeitsverträge um 33,7 Prozent. Teilweise haben auch Fachkräfte derzeit lediglich eine Zeitarbeitsvertrag.

Die Handelskammern und der Einzelhandelsverband der Kanarischen Inseln berichten ebenfalls von einem weiterhin positiven Trend: Demnach seien die Umsätze um 5,6 Prozent gestiegen.

Immobilien gewinnen sehr langsam wieder an Wert. Gebrauchte Wohnungen haben im Vorjahr um 2,8 Prozent an Wert gewonnen. Dennoch ist der Weg zu alten Werten noch weit: Mit Beginn der Weltwirtschaftskrise waren die Immobilienpreise auf den Kanaren um bis zu 44 Prozent gefallen.

Gesundheit, Verkehr und Zuwanderung

An den Küsten der Kanaren wurden im Vorjahr 663 Flüchtlinge gezählt. Dies bedeutete einen starken Rückgang. Im Jahr 2015 waren es noch 875 Schutzsuchende.

Die Öffentlichen Verkehrsmittel konnten mit den steigenden Touristenzahlen wachsen. 2016 wurden 3,3 Prozent mehr Fahrgäste mit öffentlichen Verkehrsmitteln befördert. In Summe wurden 33,7 Millionen Fahrten gezählt.

Der Straßenverkehr wurde zudem sicherer: Endlich kamen auf den Straßen wieder weniger Menschen ums Leben. Dennoch starben bei Unfällen 38 Personen. Gerettet wurden dagegen deutlich mehr Menschen als noch im Jahr zuvor. Allein 98 lebenswichtige Organspenden wurden gezählt. Diese verteilten sich auf 247 Verpflanzungen, davon 141 Nieren- und Lebertransplantationen.

Sonstiges

Das Instituto Geográfico Nacional (IGN) zählte im Jahr 2016 insgesamt 388 Erdstöße. Die meisten dieser Beben seien so gering gewesen, dass sie der Mensch kaum oder gar nicht wahrnehmen konnte. Keine einzige dieser Erdbewegungen sei besorgniserregend gewesen, teilten die Wissenschaftler mit.

Teneriffa News wünscht ein erfolgreiches, gesundes und in allen Bereichen positives Jahr 2017!

In den kommenden Wochen werden weitere Statistiken zum Vorjahr hinzugefügt. Quellen: Flughafenbetreiber Aena, Hafenbetreiber Puertos de Tenerife, Presseabteilung der Kanarischen Inseln, Pressestelle der Polizei, Einzelhandelsverband der Kanarischen Inseln, Spanisches Statistikamt INE, Energieversorger Endesa. Alle Angaben ohne Gewähr.

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