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Kanaren rechnen mit 15 Millionen Touristen in 2022


Die Tourismusbranche der Kanarischen Inseln bereitet sich auf ein erfolgreiches Jahr vor. Die zuständige Ministerin prognostizierte nun 15 Millionen Urlauber. Grund dafür seien die insgesamt sinkenden Corona-Zahlen. Teile der Opposition haben andere Pläne.

Von Johannes Bornewasser Lesedauer: 2 Minuten

Yaiza Castilla verbreitet Zuversicht. Die Tourismus-Ministerin der Kanarischen Inseln sieht gute Chancen für ein Anknüpfen an die vorpandemische Zeit. In einer Plenarsitzung sprach Castilla nun von knapp 15 Millionen Touristen, mit denen im laufenden Jahr gerechnet würde.

“Die touristischen Perspektiven sind recht positiv”, sagte die Ministerin im Rahmen ihrer Rede. Dies liege daran, dass Covid-19 an Kraft zu verlieren scheine. Damit seien die Einreisemodalitäten einfacher und der Mund-Nasen-Schutz im Freien obsolet. Alles in allem reche das Tourismus-Ministerium mit entsprechend positiven Aussichten.

Dafür sprechen auch die Zahlen des Reisemarkts selbst: Im Vergleich zum Jahr 2019 stiegen die Flugkapazitäten um 2,2 Prozent. Dadurch würden bis zu 18,1 Millionen Flugsitze zur Verfügung stehen, sagte die Ministerin.

Neue Wellen als Risiko für den Kanaren-Tourismus

“Es ist zu hoffen, dass in diesem Jahr die lang erwartete Erholung des Reisemarkts eintritt und wir zu den Zahlen von vor der Pandemie zurückkehren”, sagte sie weiter.

Die Ministerin sieht in den digitalen Impfzertifikaten einen großen Sprung für den Tourismus. Allerdings müsse bedacht werden, dass neue Wellen, der Anstieg der Ölpreise und die aktuellen politischen Spannungen für Probleme sorgen und die Prognosen ad absurdum führen könnten.

Kanaren: Opposition fordert weniger und mehr Touristen

Die CC-Abgeordnete Nereida Calero forderte die Regierung unterdessen dazu auf, durch Vereinbarungen mit möglichst vielen Destinationen und weniger volatilen Maßnahmen für “echte” Planbarkeit zu sorgen.

Der Oppositions-Politiker David de la Hoz (CC) forderte ebenfalls mehr Planbarkeit. Die Maßnahmen des Tourismusministeriums seien nicht langfristig genug angelegt, lautete die Kritik.

Der Podemos-Abgeordnete Francisco Déniz forderte unterdessen eine bewusste Reduktion des Tourismus. Seiner Ansicht nach seien die Kanaren und ihre Infrastruktur für 15 Millionen Touristen und mehr gar nicht ausgelegt. Viel mehr müsse ein reduzierter, aber qualitativ besserer Tourismus geschaffen werden.

Der Abgeordnete der Agrupación Socialista Gomera, Jesús Ramos, sagte hingegen, dass die Reaktivierung des Tourismus “für die Wirtschaft der Kanarischen Inseln im Allgemeinen” wichtig sei.

Castilla sagte, dass in der Sommersaison, die von April bis Oktober ansteht, zunächst mit 10,6 Millionen Flugsitze geplant werde. Dies seien 615.000 Sitze mehr als im Sommer 2019. Laut Castilla könnte der Sommer “eine Revanche sein”. Die Touristen hätten durch die Reisebeschränkungen der vergangenen Jahre genug Budget zur Verfügung.

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Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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