Vulkanausbruch auf La Palma endet offiziell an Weihnachten – das ist die Bilanz


Auf La Palma ist ein mächtiger neuer Vulkan entstanden. Der Ausbruch soll an Weihnachten für beendet erklärt werden. Bis zur Normalität können hingegen noch Jahre vergehen. Das ist die Zwischenbilanz des Vulkanausbruchs auf La Palma.

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Der Vulkan auf La Palma verstummt. Die Regierung der Kanarischen Inseln wird den Ausbruch am Weihnachtswochenende für beendet erklären – wenn sich in den kommenden Stunden nichts mehr ändert. Damit würde der Ausbruch nach mehr als drei Monaten offiziell enden. Schon seit einigen Tagen spuckt der Vulkan am Cumbre Vieja keine Lava mehr.

Am 19. September hatte sich die zuvor bereits stark verformte Erde auf La Palma aufgetan. In der Folge sprudelte mehr als drei Monate lang bis zu 1300 Grad heiße Lava aus dem Boden. Doch damit ist nun aller Voraussicht nach Schluss.

Vulkanausbruch auf La Palma: 160 Millionen Kubikmeter Lava

Rund 1300 Hektar Land sind mit Lava überzogen worden. Etwa 160 Millionen Kubikmeter Lava waren ausgetreten. Zudem wurden mindestens 20 Millionen Kubikmeter Asche freigesetzt.

Auf Bananenplantagen, an Wohnhäusern und auf einem Friedhof gibt es Schäden zu beklagen. Dazu wurden viele Kilometer Straße zerstört. In Summe mussten etwa 7000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Ein Mann kam ums Leben, als er in seinem Haus nach dem Rechten sehen wollte und der Dachstuhl einbrach. Rund 3000 Gebäude wurden ganz oder teilweise zerstört.

Schon kurz nach dem Ausbruch wurde ein Rettungspaket beschlossen, mit dem die Insel wieder aufgebaut werden soll. Zudem wurden bereits erste Immobilien angekauft, um Betroffene, die alles verloren haben, unterzubringen.

Vulkanausbruch: La Palma wächst um 50 Hektar

La Palma ist durch den Ausbruch um rund 50 Hektar gewachsen. Die Lava hat ein neues Delta an der Westflanke der Insel gebildet. Zudem entstand ein 1122 Meter hoher neuer Krater, wie das Nationale Geologische Institut (IGN) mitteilte.

Der vorherige Vulkanausbruch hatte 84 Tage gedauert. Damit ist der Jüngste nun auf Rekordkurs. Das gilt auch für die Erschütterungen: Rund um den Vulkanausbruch wurden Tausende Erdbeben registriert.

Nach Vulkanausbruch: La Palma wird noch Jahre brauchen

Für La Palma beginnen nun die Aufräumarbeiten. Infrastrukturen wie Straßen und Versorgungssysteme müssen neu errichtet werden. Zudem sollen Häuser aufgebaut werden. Doch dafür muss der Ausbruch zunächst für beendet erklärt werden. Das soll am 25. Dezember geschehen.

Es wäre „das beste Weihnachtsgeschenk seit langem“, sagt der Verwaltungsdirektor des astronomischen Observatoriums Roque de los Muchachos auf La Palma, Juan Carlos Pérez.

Allerdings kann allein das Abkühlen der Innenbereiche der Lavaströme noch Jahre dauern, schätzen Forschende. Dabei könne auch noch lange Zeit Gas freigesetzt werden. La Palma kommt also zur Ruhe, bis zur Normalität ist es hingegen noch ein sehr weiter Weg.

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Johannes Bornewasser sw klein

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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