Überfall auf Juwelier: Interpol jagt „Pink Panther“-Bande

Schmuck im Wert von rund 1,5 Millionen Euro ist bei einem Überfall auf einen Juwelier in Costa Adeje gestohlen worden. Die Täter verhielten sich typisch für die „Pink Panther“-Bande, die bereits mehr als 300 Millionen Euro Beute gemacht haben soll und seit Jahren von Interpol verfolgt wird.

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Dubai, Paris, London, Tokio: Die Liste der Coups wies bisher die größten und bekanntesten Metropolen der Welt auf. Nun haben die „Pink Panther“ offenbar auch in Costa Adeje im Süden Teneriffas zugeschlagen. Die Bande geht stets nach dem selben Prinzip vor: blitzschnelle Überfälle ohne Verletzte.

Professionelle Bande überfällt Juwelier auf Teneriffa

Nach Angaben von Interpol sei es wahrscheinlich, dass die Bande aus Ost-Europa nun in der „Ideal“-Filiale in Costa Adeje zugeschlagen habe. Vorgehen und Professionalität passten demnach genau ins Raster.

Bereits am Mittwoch war der Juwelier im Einkaufszentrum Plaza del Duque überfallen worden. Vier Männer waren den Ermittlern zufolge mit mehreren Fluchtfahrzeugen vorgefahren. Ein Täter habe die Angestellten mit einer Waffe bedroht, während die anderen blitzschnell teure Uhren gegriffen hätten. Der Schaden beläuft sich den Ermittlungen nach auf bis zu 1,5 Millionen Euro.

Interpol jagt „Pink Panther“ seit Jahren

Interpol wurde auf den Überfall aufmerksam, da er genau ins Raster der Bande passt, die in der Vergangenheit auch schon auf dem spanischen Festland zugeschlagen hatte. In Dubai erbeuteten die Täter bei einem ihrer spektakuläreren Überfälle im Jahr 2007 in unter drei Minuten Edelsteine im Gesamtwert von rund drei Millionen Euro.

Seit dem Jahr 1999 hat die Gruppe umgerechnet mehr als 300 Millionen Euro erbeutet. Zu der „Pink Panther“-Bande gehören den Ermittlern zufolge bis zu 200 Mitglieder. Die Bande stammt aus dem Balkangebiet und gilt als eine Art Netzwerk für Profi-Diebe. Darin seien wiederum kleinere Banden organisiert, die schließlich die Überfälle begingen, heißt es aus Ermittlerkreisen.

Insgesamt sollen etwa 150 Überfälle auf das Konto der“Pink Panther“ gehen, die ihren Namen von Scotland-Yard-Beamten erhielt, nachdem im Anschluss an einen Juwelen-Raub Diamanten wie in dem gleichnamigen Film in einer Dose Gesichtscreme gefunden worden waren. In der Vergangenheit wurden sowohl Verhaftungen als auch spektakuläre Gefängnisausbrüche medienwirksam aufgerollt.

Nach dem Überfall auf Teneriffa untersuchen die Ermittler nun die Fluchtfahrzeuge nach verwertbaren Spuren. Die Täter hatten drei Motorräder und einen Mittelklassewagen zurück gelassen. Die Ermittlungen des internationalen Fahnderteams dauern an.

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Veröffentlicht in: Teneriffa, Adeje, Aktuelle Nachrichten, Teneriffa Süd

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