Waldbrand auf Teneriffa: Zwei Feuerwalzen fressen sich durch den Süden der Insel


Die Waldbrände auf Teneriffa sind weiter außer Kontrolle. Inzwischen fressen sich die Flammen an gleich zwei Fronten durch das Unterholz. Die Feuerwehr wird vom Militär unterstützt. Mehr als 100 Hektar Grünfläche wurden bereits zerstört. Ein aktuelles Video finden Sie weiter unten.

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Wie die Feuerwehr mitteilt, seien beide Feuerwalzen weiterhin aktiv. Zwar habe man inzwischen besseren Zugriff auf die Flammen, unter Kontrolle seien die Waldbrände auf Teneriffa jedoch weiterhin nicht.

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Das Feuer war in der Nacht zu Montag im Süden Teneriffas ausgebrochen. Feuerwehrleute, Soldaten und Forstarbeiter sind seither im Einsatz, um der Flammen Herr zu werden. Bis zum Morgen hatten die Feuer bereits eine Fläche von rund 30 Hektar Wald zerstört. Am Montagmittag gab die Inselregierung bekannt, dass schon mehr als 100 Hektar Kiefernwald und Gebüsch zerstört worden seien.

Zwei Flammen-Fronten zerstören mehr als 100 Hektar Grünfläche

Die erste Flammen-Front befindet sich aktuell zwischen den Gemeinden Granadilla und Vilaflor. An dieser Stelle ist überwiegend das Militär an der Arbeit. Mehr als 60 Personen, bestehend aus Soldaten, Polizisten und Feuerwehrleuten, kämpfen mit mehreren Fahrzeugen gegen den Waldbrand an.

Die zweite Feuerwalze ist derweil rund drei Kilometer von Arico entfernt aktiv. Dort arbeiten überwiegend Forstarbeiter der „Brifor“ daran, die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Diese zweite Feuerwalze gilt aktuell als komplizierter zu kontrollieren. Plan der Brandbekämpfer ist es daher, das Feuer an einen nahegelegenen Hang zu treiben, auf dem es nur wenig Vegetation gibt. Auf diese Weise sollen die Flammen dort schließlich von allein erlischen.

Waldbrand auf Teneriffa möglicherweise bald unter Kontrolle

Während der Regen aus dem Norden Teneriffas den Süden noch immer nicht erreicht, ist zumindest der Wind inzwischen weniger stark und facht die Flammen somit auch weniger an, als noch in der Nacht. Sollten die Arbeiten voranschreiten wie in den vergangenen Stunden, rechnen Experten damit, dass die beiden Brände noch am Montag unter Kontrolle gebracht werden können.

Die Waldbrände waren erstmals am späten Sonntagabend gemeldet worden. Starker Wind hatten die Flammen schnell zu einer rund 500 Meter breiten Feuerwalze angefacht. Der Brandherd lag ersten Erkenntnissen zufolge im Barranco de Madre del Agua. Von dort aus bewegte er sich schnell in Richtung der bewohnten Fläche der Gemeinde Vilaflor weiter. Häuser seien bislang nicht zerstört worden. Auch Verletzte wurden nicht gemeldet.

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Wie der Waldbrand entstanden ist, blieb vorerst ungeklärt. Die örtliche Polizei wird inzwischen von Einheiten aus Gran Canaria unterstützt. Dabei geht es jedoch vornehmlich um Straßensperren und Organisationsarbeit. Ermittlungen nach der Brandursache können voraussichtlich erst aufgenommen werden, wenn die Flammen unter Kontrolle gebracht worden sind.

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