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Kanaren-Sommer bisher regnerischer als üblich – Dürre-Problem bleibt


Auf den Kanaren gibt es mehr Niederschlag als im Sommer gewohnt. Trotzdem bleiben die Inseln trocken. Am Wasser-Notstand beispielsweise auf Teneriffa ändert das nichts.

Von Johannes Bornewasser Lesedauer: 2 Minuten

3,9 Liter Regen pro Quadratmeter klingen wenig. Und doch endet der Juni auf den Kanarischen Inseln als einer der regenreichsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. 142 Prozent dessen, was erwartet wurde, fiel auf den Kanaren an Niederschlag.

Seit 1961 die strukturierte Wetteraufzeichnung auf den Kanarischen Inseln begann, gilt der grade beendete Juni als der 19. regenreichste. Insbesondere auf den westlichen, zur Provinz Santa Cruz de Tenerife gehörenden Inseln, gab es viel Regen.

Allerdings wird im Juni traditionell kaum Niederschlag erwartet. Und so bedeutet der Wert zwar relativ viel Regen, absolut jedoch genügt der Niederschlag nicht, um die aktuelle Dürre abzumildern.

Zwei Unwetter-Lagen bringen Regen auf die Kanaren

Allein am 16. Juni gab es auf den westlichen Kanaren-Inseln 6,2 Liter Regen pro Quadratmeter. Es war der regenreichste Tag im Juni. Auf den östlichen Inseln, die zur Provinz Las Palmas de Gran Canaria zählen, regnete es hingegen am 23. Juni am stärksten. Dort wurde ein Liter Niederschlag pro Quadratmeter gemessen.

Die staatliche Meteorologische Agentur sieht den Großteil des Regens auf den Kanaren im Zusammenhang mit antizyklonischen Bedingungen. Anhaltende nördliche Luft-Strömungen mit hohem Feuchtigkeitsgehalt hätten Nieselregen und leichte Regenfälle insbesondere auf die nördlichen Teile der gebirgigen Kanaren-Inseln getragen. Besonders die mittleren Lagen von Teneriffa und Gran Canaria hätten auf diese Weise Niederschläge abbekommen, heißt es im jüngsten Bericht.

Extrem-Situationen bringen den meisten Niederschlag auf die Kanaren

Dennoch seien die größten Regenfälle am 6. und 7. Juni in Puntargorda auf La Palma und in Llanos de Mesa auf Teneriffa verzeichnet worden. Sie werden von den staatlichen Meteorologen auf eine Sturmfront zurückgeführt.

Am 25. und 26. zog dann eine Dana über dem Golf von Cádiz auf, deren Ausläufer über den Inseln für Regen sorgten. Als “Dana” (Depresión aislada en niveles altos) wird eine Wettersituation bezeichnet, die sehr kalte Polarluft in fünf bis zehn Kilometern Höhe erzeugt. Dabei handelt es sich um ein so genanntes “isoliertes Höhentief”. Dieses Wetterphänomen hat keine richtigen Fronten und liegt so hoch, dass am Boden meist nichtmal Barometer auf den heranziehenden Starkregen anspringen.

Kanaren: Temperaturen bisher im Sommer-Durchschnitt

In Bezug auf die Temperaturen liegt der Kanaren-Sommer bisher im Durchschnitt. Die Kanarischen Inseln verzeichneten im Juni eine Durchschnittstemperatur von 19,7 Grad Celsius. Das waren lediglich 0,2 Grad weniger als üblich. Damit liegt der Sommer auf den Kanarischen Inseln derzeit trotz erhöhten Niederschlags in etwa im Normbereich.

Wie sich das Wetter genau entwickelt, sehen Sie in unserer stets aktuellen Wettervorhersage für die Kanarischen Inseln. Nachfolgend geht es direkt zum…


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Johannes Bornewasser sw klein

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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