Kanaren: Weniger Touristen und kürze Aufenthalte sorgen für sattes Minus


Der September hat den Kanarischen Inseln das Sommer-Geschäft gründlich verhagelt. Der letzte Monat für vor der Winter-Saison brachte den meisten Hoteliers und Gastronomen deutlich rückläufige Zahlen. Insbesondere die Besucher aus Deutschland blieben aus.

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33,5 Prozent weniger Deutsche haben im September den Weg auf die Kanarischen Inseln gefunden. Auch aus Großbritannien kamen weniger Gäste auf den Archipel im Atlantischen Ozean. Verglichen mit dem Vorjahresmonat lag der Rückgang auf den Kanaren bei 8,4 Prozent. Die übrig bleibenden Besucher verbrachten zudem weniger Zeit auf den Inseln.

Zwar gaben die Touristen mit 149 Euro pro Tag mehr Geld aus als noch im Vorjahr (+4,2 Prozent) und auch die Reisekosten stiegen durchschnittlich um 1,5 Prozent auf 1288 Euro pro Kopf, dennoch sorgte der Besucher-Rückgang zusammen mit der kürzeren Aufenthaltsdauer für weniger Geld in den lokalen Kassen. Das Minus pro Urlauber betrug durchschnittlich sieben Prozent.

„Deutsche Märkte“ auf den Kanaren leiden besonders

Vom Rückgang internationaler Touristen waren die traditionell deutsch geprägten Märkte Fuerteventura (-17,2 Prozent) und Gran Canaria (-15 Prozent) besonders betroffen. Die britisch geprägten Märkte verloren zwar ebenfalls, dabei jedoch nicht so stark. So lag Lanzarote bei einem Minus von 7,1 Prozent und Teneriffa schloss den September mit glatt sieben Prozent weniger Touristen.

Zurückgeführt wird der plötzliche Rückgang vor allem auf die Pleite von Thomas Cook. Doch auch das „Airline-Sterben“ der vergangenen Jahre sorgte für weniger Angebote und der Wiederaufstieg zwischenzeitlich taumelnder Urlaubsregionen wie der Türkei oder Ägypten hatte Auswirkungen auf den kanarischen Markt.

Billigflieger Jet2 wird wichtigster Partner der Kanarischen Inseln

Gegensteuern möchte die Regierung der Kanarischen Inseln unter anderem mit gezielten Werbekampagnen und Verhandlungsgeschick. So konnte die Zahl der Sitzplätze in Fliegern mit dem Ziel Kanaren trotz der Insolvenz des britischen Reisegiganten Thomas Cook schon im laufenden Flugplan nahezu wiederhergestellt werden (mehr dazu hier).

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Und auch die Auswirkungen der Schließung aller Ryanair-Basen auf den Kanaren konnte durch einen neuen Deal abgefedert werden. Am Montag gaben der britische Billigflieger Jet2 und Kanarenpräsident Angel Victor Torres auf der Tourismusmesse in London (WTM) bekannt, dass die Airline eine neue Basis im Süden Teneriffas eröffnen werde.

Durch beide Maßnahmen wird die Fluggesellschaft aus Nordengland zur wichtigsten Airline für die Kanarischen Inseln. In der anstehenden Hauptsaison stehen die Zeichen für die Kanaren somit zunächst deutlich besser.

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