Nachtleben auf den Kanaren startet wieder – aber nur auf fünf Inseln


Die Kanarischen Inseln machen den nächsten Schritt in Richtung Normalität. Inseln in der ersten Corona-Warnstufe öffnen das Nachtleben wieder. Drei Kanaren-Inseln müssen hingegen weiter abwarten. Die Infektionszahlen reichen noch nicht für Lockerungen.

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Mit Spannung blickten insbesondere Teneriffa, Lanzarote und daran angeschlossen auch La Graciosa auf die Ankündigung des kanarischen Gesundheitsministeriums. Doch es kam wie befürchtet: Die aktuelle Lage zeigte im Vergleich zur Vorwoche keine Besserung.

Insbesondere in Bezug auf die genannten Inseln ist das Gegenteil der Fall. Beide landeten zum Wochenende sogar wieder oberhalb des Schwellwerts, der in Europa hauptsächlich für Reisewarnungen herangezogen wird.

Lag die kumulative Inzidenz, also die Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner in einem Zeitraum von sieben Tagen, vor einer Woche noch unterhalb der wesentlichen Grenze von 50, rangieren beide Inseln inzwischen wieder leicht darüber. Und damit war klar: Die Warnstufen bleiben unverändert.

Das gilt im Guten auch für die anderen Inseln. Denn obwohl Gran Canaria seit dem 1. Juni wieder eine sukzessive Steigerung verzeichnet und auch Fuerteventura zuletzt wieder kletterte, was den kanarischen Durchschnitt ebenfalls seit anderthalb Wochen steigen lässt, verbleiben die anderen Inseln in der „grünen“ Warnstufe 1.

Das Nachtleben öffnet auf fünf Kanaren-Inseln

Und das bringt Gran Canaria, Fuerteventura, La Palma, La Gomera und El Hierro erneut Freiheiten ein. Denn die fünf als „grün“ eingestuften Inseln dürfen ab sofort das Nachtleben wieder hochfahren. Bars und Nachtclubs haben ebenso wie die gastronomischen Bereiche in Hotels die Erlaubnis, unter Auflagen wieder bis 2 Uhr morgens zu öffnen.

Nach dem Beschluss des EZB-Rats der Kanarischen Inseln bleiben Live-Auftritte oder Karaoke-Gesang weiterhin verboten. Zudem muss in Innenbereichen eine ausreichende Belüftung ebenso wie die Aufnahme der Kontaktdaten aller Besucher zur möglichen Rückverfolgung neuer Ausbrüche sichergestellt sein.

Die maximale Belegungszahl pro Tisch liegt bei zehn Personen im Freien und vier Personen in Innenbereichen. Speisen und Getränke dürfen zudem nur im Sitzen serviert werden. Der Sicherheitsabstand zwischen den Tischen beträgt mindestens zwei Meter. Zudem besteht eine Maskenpflicht.

Auch das Tanzen bleibt vorerst untersagt. Tanzflächen dürfen mit Tischen belegt werden, sofern dadurch die maximale Kapazität der Einrichtung nicht überschritten wird.

Einige Massenveranstaltungen auf den Kanaren wieder ohne Genehmigung möglich

Große Veranstaltungen werden auf Inseln in Warnstufe eins ebenfalls wieder erlaubt. Liegt die maximale Teilnehmerzahl unter 750 Personen, ist auch eine vorherige Genehmigung nicht mehr erforderlich.

Teneriffa, Lanzarote und La Graciosa müssen auf diese Lockerungen mindestens eine weitere Woche warten. Dann soll die Situation neu bewertet werden. Ob in dieser Zeit bereits eine so starke Besserung eintritt, dass auch diese drei Inseln in Warnstufe eins übergehen dürfen, gilt als fraglich.

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Über den Autor

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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