Super und Diesel: Spritpreise auf den Kanaren steigen wie noch nie


Die Benzinpreise auf den Kanarischen Inseln sind wesentlich beständiger als im Rest Europas. Normalerweise. Denn erstmals in der Geschichte des Archipels sind die Preise für Super und Diesel jetzt mehrfach an einem Tag gestiegen.

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Sprit ist auf den Kanarischen Inseln so teuer wie nie. Das liegt am Rohölpreis, der im kanarischen Raum den Rekordwert von vor 14 Jahren erreicht. Zudem gibt es ein weiteres Novum: Die sonst recht stabilen Preise für Diesel und Super-Benzin sind erstmals in der Geschichte des Archipels mehrfach an einem Tag gestiegen.

Dieses Phänomen konnte erstmals am Dienstag dieser Woche beobachtet werden. Da nämlich prangte morgens von den Anzeigetafeln ein höherer Preis als noch am Vorabend. Am Nachmittag änderten sich die Spritpreise auf den Kanaren dann erneut: nach oben.

Kostete Diesel am Montag an vielen Tankstellen auf den Kanaren noch 1.169 Euro, lag der Preis am Dienstagmorgen bei 1.199 Euro. Nachmittags stieg er dann auf 1.229 Euro. So teuer war Diesel auf den Kanaren noch nie. Und auch Super-Benzin ist teurer geworden: Normaler Super-Sprit lag am Mittwoch bei rund 1,40 Euro, Super Plus kostete derweil bis zu 1,80 Euro pro Liter.

Der Grund für die massiv höheren Spritpreise auf den Kanaren ist der Ukraine-Krieg. In der Folge des Konflikts hatten die USA und Großbritannien ein Veto gegen russisches Öl eingelegt. Da das Angebot aus anderen Ländern stabil bleibt, steigt dort die Nachfrage – und damit vereinfacht dargestellt auch der Preis.

Kanaren: Benzinpreis steigt eigentlich nur alle paar Tage

Bisher haben Tankstellen den Preis alle paar Tage, oft sogar nur einmal pro Woche verändert. Die neuerlichen Preisanstiege mehrmals pro Tag haben auch Verbraucher verunsichert. Immerhin stieg der Preis seit Jahresbeginn um etwa ein Viertel.

Das betanken eines Fahrzeuges mit 50-Liter-Tank kostet damit etwa 20 Euro mehr als noch vor drei Monaten. Für viele Kanarios ist das deutlich zu teuer. Insbesondere, da sich derzeit viele Fixkosten rasant erhöhen.

Tankstellen auf den Kanarischen Inseln passen Marge an

Allerdings profitieren die Tankstellenpächter nicht von der Entwicklung. Im Gegenteil: Würden sie die Preiserhöhungen komplett an die Verbraucher weitergeben, läge der Spritpreis auf den Kanaren noch höher. Aus diesem Grund sinken ihre Margen.

Aus Kreisen der Industrie ist zu vernehmen, dass die Nachfrage zuletzt sank. Ob es sich dabei um eine Momentaufnahme handelt, bleibt abzuwarten. Konkrete Zahlen gibt es aufgrund der Kürze der Entwicklungen noch nicht.

Derzeit verteuern sich diverse Ausgaben auf den Kanarischen Inseln. Nahfolgend erfahren Sie, warum jetzt auch Kanaren-Urlaub teurer wird:

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Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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