Erneut hat die Küstenwache der Kanarischen Inseln zwei Migranten-Boote ausfindig gemacht. Die Guardia Civil entdeckte die nicht hochseetauglichen Pateras in den Gewässern nahe der Insel Lanzarote.
Am Mittwochnachmittag wurde zunächst ein Boot mit 55 Menschen an Bord gesichtet. Als sich die Retter näherten, sahen sie, dass sich unter den Hilfesuchenden auch 14 Frauen und zwei Babys befanden.
Die Salvamar de Salvamento Marítimo holte die Menschen an Bord und machte sich auf den Rückweg. Das Boot wird einer Ankündigung der Rettungskräfte zufolge gegen 21 Uhr Ortszeit auf Lanzarote festmachen.
Ein weiteres Patrouille-Boot der Guardia Civil entdeckte wenig später ein zweites Boot. An Bord sollen sich rund 50 Personen befunden haben. Auch sie konnten sicher aufgenommen werden.
Mehr Flüchtlinge erreichen die Kanaren
Die Beamten brachten die Flüchtlinge ebenfalls nach Lanzarote. Da das Boot deutlich näher an der Küste gesichtet wurde, soll es Lanzarote schon entsprechend früher erreichen, hieß es.
Seit einigen Wochen erreichen wieder vermehrt Boote mit Migranten die Gewässer der Kanarischen Inseln. Die ankommenden Flüchtlinge werden zunächst einem Gesundheitscheck unterzogen und dann zur Feststellung der Personalien gebracht.
Im Anschluss werden sie in Lagern untergebracht, wo sie auf die nächsten Schritte warten. Diese hängen im Wesentlichen davon ab, welchen Status sie von der spanischen Regierung erhalten.
Die Kanarischen Inseln diskutieren bereits seit Monaten mit der Zentralregierung in Madrid über die dann folgenden weiteren Schritte. Die regionale Politik fühlt sich eigenen Angaben zufolge mit der Situation allein gelassen:
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Migration auf die Kanaren: Regionale Politik wirft Spanien „Desinteresse“ vor
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Zwei Boote mit 100 Flüchtlingen erreichen die Kanaren
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