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Freitag, 10. Juli 2026
Teneriffa

Emotionaler Moment auf Teneriffa: Krankenschwester impft ihren Sohn selbst

Für viele Mitarbeitende im Gesundheitssystem ist die Sorge groß, aufgrund des Jobs die eigene Familie anzustecken. Entsprechend froh sind viele von ihnen, dass nun auch Kinder geimpft werden dürfen. Bei der offenen Impfung auf Teneriffa entstand dabei ein emotionaler Moment.

Es war ein schönes Bild, das fast nicht aufgefallen wäre. Inmitten des Trubels der terminfreien Impfungen für Menschen ab 12 Jahre erhält auf Teneriffa ein kleiner Junge eine Spritze von einer Krankenschwester. So passiert es in diesen Tagen tausendfach auf den Kanarischen Inseln. Und doch ist es ein besonderer Moment.

Der Junge, der soeben die Dosis erhalten hat, ist der Sohn der Impfenden. Die Mutter wirkt erleichtert, als die Spritze verabreicht ist. Es ist spürbar, wie der Druck von ihr abfällt.

Viele Pflegefachkräfte und Helfende sorgen sich derzeit stark darum, vom täglichen Einsatz irgendwann das Coronavirus nach Hause mitzubringen und die Familie anzustecken. Entsprechend groß ist die Erleichterung, dass nun auch Kinder geimpft werden dürfen. Die Chance, einen besonders schweren Verlauf zu bekommen, verringert sich schon kurz nach der Erst-Impfung deutlich.

Und so ist für Mutter und Sohn der Moment gekommen, in dem auch das kleinste Familienmitglied endlich an der Reihe ist. Nach der Impfung schauen sich beide für einen Moment an. Sie wirken zufrieden. Für Beobachter, die die Geschichte hinter dem Bild kennen, ist es ein toller Moment, der den Trubel um sie herum im Pabellón Insular Santiago Martín von La Laguna kurzzeitig vergessen lässt.



Dann jedoch geht der Alltag weiter. Nach einer kurzen Wartezeit, in der mögliche Impfreaktionen überwacht werden, muss der Junge – genau wie die anderen Geimpften – die Halle wieder verlassen, damit weitere Kinder, Jugendliche und Erwachsene ihre Impfung erhalten können.

Kanaren öffnen Impfstrategie für Kinder und Jugendliche

Auf den Kanarischen Inseln ist die Impfstrategie in dieser Woche abgewandelt worden. Ein Teilkontingent der Vakzine wurde für Kinder und Jugendliche reserviert, die ohne vorherige Terminabsprache eine Impfung erhalten können. Auf diese Weise sollen mögliche Ausbreitungen auch in dieser Altersgruppe sukzessive eingedämmt werden.

Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre müssen für eine Impfung allerdings in Begleitung eines Erziehungsberechtigten erscheinen. Ausnahmen gibt es natürlich, wenn ein Elternteil die Impfung selbst verabreichen kann.

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