Rekord-Regen erwartet: Wirbelsturm Hermine nähert sich den Kanaren
Die Kanarischen Inseln bereiten sich auf die stärksten Regenfälle seit zehn Jahren vor. Der Tropensturm ist nur noch 700 Kilometer von den Kanaren entfernt. Sein Zentrum soll nur knapp an den Inseln vorbeischrammen.
Johannes Bornewasser ist Gründer und Herausgeber der Teneriffa News, Ihrem Kanaren-Experten seit 2011. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne.
24.09.2022, 15:313 Min. Lesezeit
Foto: Katastrophenschutz TeneriffaDer Katastrophenschutz von Teneriffa ist schon am Tag vor dem Eintreffen des Wirbelsturms auf den Kanaren im Einsatz.
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Besonders auf den westlichen Inseln soll es schon am Samstag bis zu 60 Liter Regenwasser pro Quadratmeter geben. Und wirklich ernst wird es erst Sonntag. Dann nämlich soll Zyklon Hermine nah an den Kanaren vorbeiziehen.
Berechnungen des „National Hurricane Center“ in Miami zufolge soll das Zentrum des der Tropensturms die westliche Kanaren-Insel El Hierro nur um etwa 350 Kilometer verfehlen. Doch die Ausläufer des riesigen Tiefdruckgebiets reichen über die gesamten Inseln.
El Hierro und der östliche Teil von La Palma erwarten bis zu 180 Liter Regenwasser innerhalb eines halben Tages. Im Süden von Gran Canaria sollen es immerhin noch 120 Liter werden. Auf allen drei Inseln gilt in den betroffenen Gebieten entsprechend Warnstufe Rot.
Auf Teneriffa erwarten die Behörden im gleichen Zeitraum eine Niederschlagsmenge von bis zu 100 Litern pro Quadratmeter. Ähnliches gilt für La Gomera und den Norden Gran Canarias. Dort herrscht Warnstufe Orange.
Wirbelsturm: Kanaren bereiten sich auf historischen Regen vor
Auf Fuerteventura, Lanzarote und La Graciosa soll es ebenfalls ungemütlich und sehr nass werden. Dennoch liegen die Inseln weit genug vom Zentrum des Zyklons entfernt, um aller Voraussicht nach nicht über Warnstufe Gelb hinauszukommen.
In Summe rechnen die Behörden damit, dass es historische Regenfälle geben könnte, wie sie seit zehn Jahren auf den Kanarischen Inseln nicht mehr vorgekommen sind. Die leeren Staubecken (mehr dazu hier) könnten dadurch auf einigen Inseln wieder gefüllt werden. Allerdings gehen von so starken Regenfällen innerhalb so kurzer Zeit auch große Gefahren aus.
Spaniens Regierung kündigt Kanaren Hilfe an
Spaniens Regierungspräsident Pedro Sánchez sagte dem Präsidenten der Kanarischen Inseln, Ángel Víctor Torres, bereits Hilfe zu. Via Twitter teilte Sánchez mit: „Ich habe ihm die Unterstützung der Regierung zugesagt und angesichts von Tropensturm Hermine alle notwendigen Hilfen angeboten.“
Die Behörden bitten darum, die typischen Verhaltensregeln für Unwetter zu befolgen. Diese finden Sie hier bei uns. Auch Präsident Sánchez mahnte zur Vorsicht und bat eindringlich darum, die Sicherheitsvorkehrungen ernst zu nehmen.
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